Menschen tragen eine Erdkugel

Äpfel als Quelle der Gesundheit

 

 

"An apple a day

   keeps the doctor away"

 

Dieses alte Sprichwort, das erstmals 1866 in einer walisischen Zeitschrift auftauchte (Wikipädia), hat auch heute noch Bestand. Durch zahlreiche Untersuchungen wird belegt, dass der Apfel eine ganz besondere Frucht ist. Äpfel enthalten wichtige Vitalstoffe, die für den regulären Ablauf ungezählter Funktionen unverzichtbar sind. Offensichtlich führt der regelmäßige Apfelkonsum auch zu einer längeren Lebenserwartung. Untersucht man einmal das Lebensalter von Pomologen im 19. Jahrhundert, dann kommt man auf ein Durchschnittalter von rund 75 Jahren. Dies lag erheblich über dem Durchschnitt der männlichen Bevölkerung.

Der Apfel als Bestandteil einer vollwertigen Ernährung.

Bei der Ernährung geht es nicht um eine einfache Zufuhr von Energie, sondern vielmehr um die Steuerung der Energie. Informationsträger sind die Vitamine, die Enzyme, die Mineralstoffe und Spurenelemente, die man als Vitalstoffe bezeichnet. Diese Vitalstoffe sind für den regulären Ablauf ungezählter Funktionen unverzichtbar. Nach dem Ernährungsforscher Eduard Brecht ist für eine geordnete, gesunde Vollwerternährung - neben Getreidekost und Ölkost - vor allem die Frischkost sehr wichtig. Frischkost mit einem hohen Wassergehalt ist zudem leicht verdaulich und bietet durch die Vitalstoffe eine optimale Voraussetzung für die Gesunderhaltung. Dabei ist der Apfel ein besonders wertvoller Vertreter. Er enthält fast kein Fett, wenig Eiweiß und rund 12 Prozent Kohlenhydrate, die schnell für gesunde Energie und viel Schwung sorgen.

 

 

Apfel essen reduziert das Gewicht, reguliert den Stoffwechsel, senkt den Cholesterinspiegel, saniert den Dar­m­, bindet Schadstoffe und beugt dem Herzinfarkt vor.

Der Apfel enthält:

  • Provitamin A

  • Vitamin B1

  • Vitamin B2

  • Vitamin B6

  • Vitamin C (reichlich)

  • Vitamin E

  • Lävulose

  • Dextrose und Rohrzucker

  • Apfel-, Zitronen- und

Bernsteinsäure

  • Milch- und Oxalsäure

  • Gerb- und Salizysäure

  • Mineralstoffe und Spurenelemente 

Der Apfel ist Energiespender, vertreibt die Müdigkeit und Konzentrationsschwäche und ist daher besonders für Kinder wichtig. Ein Apfel vor dem Schlafengehen gegessen, bewirkt einen ruhigen Schlaf, der vor dem Mittagessen, fördert er den Stuhlgang. Die Fruchtsäure des Apfels zerstört die Fäulniserreger des Mundes und verhindert so die Bildung von Zahnstein.

Mineralstoffe und Spurenelemente sind in unserem Körper als Bau­stoffe in Geweben und Substanzen und für viele lebensnotwendige Stoffwechselvorgänge und Zellak­tivi­täten unbedingt notwendig.

In den lebenden Zellen des Körpers bauen die Mineralstoffe und Spure­n­elemente Knochen und Zähne auf und halten sie funktionsfähig; sie sind auch verantwortlich für die Druckverhältnisse des Blutes und anderer Körpersäfte; schaffen be­stimmte Löslichkeitsbestim­mun­gen; wirken zusammen mit Vitaminen, Hormonen und Enzymsystemen bei vielen Stoffwechselvorgängen mit und haben entscheidende Regler­wir­kungen auf den Säure-Basen-Haus­halt des Körpers.

Die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind Eckpfeiler für unsere Gesundheit und für unser Wohlbefinden.?

 

(Quelle: Günter Albert: Der Apfel als Quelle Ihrer Gesundheit. Tuningen 19­9­­4)

 

Apfelinhaltsstoffe beugen vor und tragen zur Gesundung bei

Pflanzenstoffe in Äpfeln reparieren geschädigte Darmzellschichten: Die Zellen schmiegen sich wieder dicht aneinander und die Zellzwischenräume schließen sich. So passieren schädliche Stoffe die Darmwand nicht und gelangen nicht ins Blut. Außerdem hemmen die Apfelinhaltsstoffe Entzündungen und verringern oxidativen Stress.

Polyphenole in Äpfeln fangen in menschlichen Zellen Radikale ab und beeinflussen Signalkaskaden. Die Apfelinhaltsstoffe mobilisieren außerdem Enzyme, die für Entgiftungen zuständig sind. Zudem bildet der Körper mit den Pflanzenstoffen weniger der Botenstoffe, die Entzündungen auslösen. (übernommen aus Mitteilung nw 2010-09)

Untersuchungen des MRI

Das Max Rubner Institut - Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel - hat eine Untersuchung zur Bioaktivität von Apfelsaft und Apfelinhaltsstoffen zur Prävention von Dickdarmkrebs durchgeführt. Einen Kurzbericht zu den Ergebnissen finden Sie hier: http://www.mri.bund.de/no_cache/de/institute/physiologie-und-biochemie-der-ernaehrung/forschungsprojekte/bioaktivitaet-von-apfelsaft.html

Jahresvortrag des BUND Lemgo 2013 - „Ein Apfel am Tag erspart den Besuch beim Doktor“ – Fakt oder Fiktion?

Anlässlich des Jahresvortrags war Dr. Stephan Barth vom Max Rubner Institut aus Karlsruhe - Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Lemgo zu Besuch. 

Eine Kernaussage von Dr. Barth:

"Mittlerweile mehren sich die Hinweise darauf, dass diese Inhaltsstoffe, neben den enthaltenen Ballaststoffen, auch vor Krebs schützen können. Dabei besitzen alte Apfelsorten, die meist nur noch in Streuobstwiesen zu finden sind, nachgewiesenermaßen einen höheren Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen als die klassischen Tafeläpfel aus dem Supermarkt"

Zur weiteren Information

::: Interview mit Dr. Stephan Barth mit den LNN /download/2013-04_Vortrag_Dr._Barth.jpg

::: Interview mit Dr. Stephan Barth in der Lippischen Landesheitung /download/2013-05_Interview_Dr._Barth_512.jpg

 

Dr. Stephan Barth - MRI

 

 

 

 

 

 

Untersuchung der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei - Mecklenburg

Neue Erkenntnisse über Inhaltsstoffe des Apfels wurden von der Landesforschungsanstalt 2012 veröffentlich. Veröffentlichung LFA - Mecklenburg

Der Apfel als Vitamin C-Träger - Alte Apfelsorten sind besonders vitaminreich

Vitamin C reguliert den Einbau des Eisens aus der Nahrung, fördert die Bildung von Antikörpern und ist somit die Voraussetzung für das Funktionieren des Immunsystems. Aber Apfel ist nicht gleich Apfel. Vitamin-C-Gehalte schwanken aber auch in Abhängigkeit von den Witterungsbedingen eines Jahres und den Standorten der Apfelsorten. Selbst bei Äpfeln der gleichen Sorte kann man schwan­kende Vitamin C-Werte beobachten. Schlecht entwickelte, überreife Früchte enthalten deutlich weniger als voll entwickelte. Auch Schattenfrüchte des gleichen Baumes sind vitaminärmer als Sonnen­früchte. Hinzu kommt, dass Vitamin C innerhalb der Frucht ungleich verteilt ist. Fast 2/3 des Gehalts finden sich im Schalenbereich. Im Erfurter Führer des Jahres 1936 (S. 216) wird über eine amerikanische Untersuchung zum Vitamingehalt der Äpfel berichtet. Bei Lagerversuchen wurde ermittelt, dass bei 7 Grad innerhalb von 6 Monaten Vitaminverluste von 25 % eintreten, während bei 0 Grad praktisch keine Vitaminverluste festgestellt wurden. "Gekochte Äpfel der Sorte Jonathan enthielten nur noch halb so viel Vitamin C wie frische Früchte. Frischer ausgepresster Apfelsaft war nach anderen Feststellungen fast ebenso vitaminreich, wie frische Früchte, sobald der Apfelsaft aber sterilisiert worden ist, hat er nach 48 Stunden seine Vitamin C-Werte fast vollständig verloren." Damals hatte man schon erkannt, dass in der Schale die höchsten Vitaminwerte vorhanden sind. Es wurde empfohlen, die Äpfel nur abzureiben und nicht zu schälen, weil sonst das Wertvollste der Frucht entfernt würde. Der Pomologe Rudolf Koloc hat in seinen Büchern: "Wir zeigen Apfelsorten und werten deren Eigenschaften" und "Wir zeigen weitere Apfelsorten und werten deren Eigenschaften" die Vitamin-C-Gehalte alter Apfelsorten mit angegeben. Wir haben die Daten und weitere Literaturquellen (u.a. Dr. Josef Streif: Alte Apfelsorten - wertgebende Inhalts­stoffe, Obst und Garten 2000) ausgewertet. Hierbei zeigt sich, dass insbesondere einige alte Apfelsorten reich an Vitamin C sind.

Apfelsorten mit hohem Vitamin C-Gehalt

Wir haben einmal eine Auswahl von Apfelsorten mit einem hohen bis sehr hohen Vitamin C-Gehalt zusammengestellt. Durch das Anklicken der Äpfel gelangt man zu den umfassenden Sorteninformationen in der Obstsortendatenbank des BUND Lemgo.

 

Die gesamte Auswertung zu den Vitamin C-Gehalten der Apfelsorten bieten wir als Download an. Die Apfelsorten aus der BUND-Streuobstwiese am Lindenhaus in Lemgo sind dabei besonders hervorgehoben.

Übersicht Vitamin C-Gehalte von Apfelsorten

 

Polyphenole in Apfelsorten

Polyphenole sind aromatische Verbindungen. Sie werden zu den sukundären Pflanzenstoffen gezählt und gelten als gesundheitsfördernd. Siehe dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Polyphenole. Leider spielt der Gehalt an Polyphenolen bei der Neuzüchtung von Apfelsorten keine Rolle. Untersuchungen hierzu sind eher selten. Siehe dazu auch http://www.bund-lemgo.de/Supermarkt_pfel_in_der_Kritik.html

Zu den Apfelsorten mit besonders hohem Polyphenolgehalt gehören:

Alte Apfelsorten sind besser für Allergiker

Ein Grund mehr auf auf alte Apfelsorten zurückzugreifen ist die Zunahme der Lebensmittelunverträglichkeiten. Dazu der Bericht des Infodienstes für
Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, aid

 

Weiterführende Literatur:

  • Albert Günter: Der Apfel als Quelle Ihrer Gesundheit, 2. Aufl., Tuningen 19­9­­4, ISBN: 3-924191-60-3

  • Günther Sigrid E.: Gesund durch Rot - Gelb ? Grün - Obst - Gemüse - Getreide ? Kräuter, 2003,
    ISBN: 3850686051

  • Menden, Emil Dr.: Ernährung, wie funktioniert das? Mannheim-Zürich 1990

  • Schubert Peter: Gesundbrunnen Apfel, Klosterneuburg o.J.; ISBN: 3-85050-020-9