Menschen tragen eine Erdkugel

Apfelsaft aus Streuobstwiesen

Ein Apfelsaft aus Streuobstwiesen hat seinen besonderen Reiz. Eigentlich müsste man sagen, dass es sich um Apfelsaft aus alten Obstsorten handelt, die fast ausschließlich nur noch in Streuobstwiesen vorhanden sind. Wer also Streuobstwiesenapfelsaft trinkt, sorgt gleichzeitig für den Erhalt der alten Apfelsorten und des Lebensraumes Streuobstwiesen mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt.
 

In Lemgo haben wir mit über 80 verschiedenen Apfelsorten eine tolle Basis für den Apfelsaft. Kein chemisch-syntetischer Mineraldünger wird eingesetzt und auch keine chemischen Pflanzenschutzmittel. Wir sorgen für ein ökologisches Gleichgewicht durch Förderung von Nützlingen. Bei der Herstellung des Apfelsaftes arbeiten wir mit der Lebensmitteltechnologie der hiesigen Hochschule eng zusammen. Für die Ausbildung der Studenten stellen wir kostenfrei Äpfel zur Versaftung zur Verfügung. Gleichzeitig unterstützen wir damit Forschungen zu den Inhaltsstoffen. Eine erste Bachelorarbeit zu diesem Themenbereich wurde von uns gefördert.

Wie gesund ein naturtrüber Direktsaft ist, zeigen jüngste Forschungen des Max Rubner-Instituts in Karsruhe. Die im Internet veröffentlichten Ergebnisse haben wir hier wieder gegeben:

Bioaktivität von Apfelsaft und Apfelinhaltsstoffen zur Prävention von Dickdarmkrebs

Dickdarmkrebs steht in Deutschland an zweiter Stelle aller Krebsneuerkrankungen. Das Dickdarmkrebsrisiko wird wesentlich durch Lebensstilfaktoren wie Ernährung und körperliche Aktivität mitbestimmt. Die Energiegleichgewicht scheint dabei eine wesentliche Rolle zu spielen. Übergewicht, hoher Alkoholkonsum und metabolische Störungen, wie sie bei Typ-2 Diabetes zu beobachten sind, erhöhen das Risiko. Dagegen können regelmäßige körperliche Aktivität, Ballaststoffreiche Lebensmittel und möglicherweise Obst und Gemüse mit ihren sekundären Pflanzenstoffen das Risiko für Dickdarmkrebs senken. Die zugrunde liegenden vorbeugenden Mechanismen umfassen sowohl antioxidative als auch entzündungshemmende Prozesse.

Ziel dieses Projektes war, den Einfluss von Apfelsaft auf solche Prozesse zu untersuchen, die einen direkten Einfluss auf die Entstehung sowie die Entwicklung von Dickdarmkrebs haben. Der Aspekt der Adipositasbedingten und Diabetes mellitus Typ 2-assoziierten Risikofaktoren der Krebsentstehung wurde im Tiermodell und beim Menschen untersucht. Durch ein besseres Verständnis der beeinflussbaren Lebensstilassoziierten Mechanismen können fundierte Empfehlungen für die Prävention von Dickdarmkrebs abgeleitet werden.

In einem Tiermodell der mittels 1,2-Dimethylhydrazin selektiv induzierten Dickdarmkrebsentstehung wurden die Effekte von Apfelsaft (naturtrüb oder klar) sowie Apfelsaftfraktionen (Trubstoffe, Polyphenole) auf verschiedene für die Krebsentstehung relevante Biomarker untersucht. Die Ergebnisse der Studien zeigen eindeutig, dass in erster Linie die Intervention mit trübem Apfelsaft, nicht jedoch mit dem klaren Apfelsaft, genotoxische Schäden am Dickdarmepithel, die Hyperproliferation des Epithels sowie die Größe und Häufigkeit von Krebsvorstufen im Dickdarm reduziert. Während der naturtrübe Apfelsaft diese Bioaktivität zeigt, können die einzelnen Komponenten von trübem Apfelsaft, Trubstoff und Polyphenole, die beobachteten Effekte nicht erklären.

Im weiteren Verlauf des Projektes wurde ein Tiermodell in der adipösen Zucker-Ratte etabliert und charakterisiert. In diesem Modell führen Adipositasassoziierte metabolische Risikofaktoren zu einer Verstärkung verschiedener Parameter der Kolonkarzinogenese. Im Rahmen der Charakterisierung dieses Tiermodells konnte gezeigt werden, dass sowohl der adipöse Genotyp als auch die Energieaufnahme wesentlichen Einfluss auf die Krebsentstehung im Dickdarm der Zucker-Ratte haben (4, 5). In diesem Tiermodell ist der Einfluss der Adipositas-assoziierten Faktoren auf die Krebsentstehung so stark ausgeprägt, dass eine gewisse krebspräventive Wirkung durch Apfelsaft nur bei dünnen Tieren, nicht jedoch bei dicken Tieren zu beobachten war (4,6).

Schließlich wurde in zwei humanen Interventionsstudien die Wirkung des trüben Apfelsaftes im Vergleich zu einem isokalorischen Kontrollgetränk auf das Adipositasassoziierte Dickdarmkrebsrisiko anhand zahlreicher Parameter des Fett‑ und Glukosestoffwechsels sowie der Adipokin‑Plasmakonzentrationen bei adipösen Männern (BMI ≥ 27 kg/m2) und bei Typ 2 Diabetikern untersucht. Der Verzehr von trübem Apfelsaft im Vergleich zum Kontrollgetränk schützt vor genotoxischen Schäden in Blutlymphozyten der Adipösen. Andere Parameter blieben unbeeinflusst. Auch bei den Diabetikern wurde dieser antigenotoxische Effekt in den Blutlymphozyten beobachtet. Darüber hinaus war die Blutzuckerverwertung bei den Diabetikern durch naturtrüben Apfelsaft nachweislich verbessert.

Fazit: Diese Ergebnisse zeigen, dass der naturtrübe Apfelsaft dem klaren Apfelsaft bezüglich Krebspräventiver Eigenschaften überlegen ist. Allerdings wurde bei den Tierstudien auch deutlich, dass Faktoren der Energiehomöostase dominant gegenüber den protektiven Faktoren des trüben Apfelsaftes sein können. Hingegen reduzierte in der Humanstudie der Verzehr von trübem Apfelsaft das Ausmaß von genotoxischen Schäden in Blutlymphozyten, was als Hinweis auf ein krebspräventives Potential beim Menschen interpretiert werden kann. Darüber hinaus verbesserte sich die Glukosetoleranz bei Diabetikern.

 
Max Rubner-Institut

Dr. Stephan Barth vom Max-Rubner-Instituts hat anlässlich eines Vortrags in Lemgo auf die positiven Eigenschaften von naturtrüben Direktsaft aus Apfelsorten hingewiesen. Hier das Interview in der Lippischen Landeszeitung: /download/2013-05_Interview_Dr._Barth_512.jpg. - Siehe hierzu auch Äpfel als Quelle der Gesundheit

Stiftung Warentest

2009 testete die Stiftung Warentest 28 naturtrübe und klare Apfelsäfte. Ein Ergebnis, der naturtrübe Apfelsaft weist mehr Polyphenole auf (fast doppelt so hoch), die als gesundheitsfördernd gelten. Einen Auszug aus dem Ergebnis der Stiftung Warentest mit Erläuterungen zum Streuobstbau gibt es hier - Stiftung Warentest Apfelsaft - Den Gesamtbericht gibt es hier Stiftung Warentest Gesamtbericht Apfelsaft  

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat Untersuchungen gefördert die belegen, dass insbesondere der naturtrübe Apfelsaft gesundheitsfördernd ist. Bericht: "Schützt Apfelsaft vor Darmkrebs"

Projekt Streuobstwiesenapfelsaft - neue Konzeption ab 2013 - Apfelsaft in höchster Qualität

Ab dem Jahr 2013 haben wir wegen gestiegener Nachfrage das Konzept umgestellt und konnten Karla Ebert vom Biolandhof am Weißen Weg zur Kooperation gewinnen. Nun bringen wir unsere Äpfel aus der Streuobstwiese zur Mosterei nach Johanettental in Detmold. Dort werden die Äpfel sofort am Tag nach der Anlieferung gepresst und der Saft direkt in Glasflaschen abgefüllt. Zwischen der Schüttelaktion (mindestens 10 verschiedene und für Saft besonders geeignetet Sorten), der Aufsammlung nur einwandfreier Äpfel und der Verarbeitung liegen also maximal 5 Tage. Dies trägt dazu bei, dass es einen Streuobstwiesenapfelsaft höchster Qualität gibt.

 

 

 

BIO-Apfelsaft aus Lemgoer Streuobstwiesen

Die Streuobstwiese Am Lindenhaus wird nach den Richtlinien des Biolandverbandes bewirtschaftet. Verbunden ist dies mit regelmäßigen Kontrollen durch den Verband.

Für den Apfelsaft werden im Durchschnitt mehr als 10 verschiedene Apfelsorten verwandt, was die besondere Qualität ausmacht. Es handelt sich dabei um einen naturtrüben Direksaft ohne jegliche Zusätze. Durch die Partnerschaft mit dem Biolandbetrieb von Karla Ebert aus Lemgo ist der Streuobstwiesenapfelsaft für Jedermann erhältlich.

 

Der Umwelt zu liebe

Produkte aus der Region einkaufen

Verkaufsstellen BIO-Streuobstwiesenapfelsaft - Herkunft Streuobstwiese BUND Lemgo:

::: Biolandhof Karla Ebert, Weißer Weg 109 in Lemgo - Standortkarte

::: EDEKA Voth, Vogelsang 34, 32657 Lemgo - Standortkarte

::: EDEKA Aktiv Markt Held, Wasserfurche 1 in Lemgo-Brake - Standortkarte

::: Denns-Biomarkt, Bruchweg 14, in Lemgo - Standortkarte

::: Biolandhof Meyer-Nordloh, Tegertstraße 40 in Blomberg-Großenmarpe - Standortkarte

::: Biolhof Meives, Plaßkampweg 1, 32760 Detmold-Heiligenkirchen - Standortkarte

Verkaufsstellen BIO-Streuobstwiesenapfelsaft - Herkunft Streuobstwiese aus Lippe:

::: Biolandhof Radtke, Holstenhöfen 1 in Blomberg - Standortkarte

 

 

BIO-Apfelsaft aus Lemgoer Streuobstwiesen

in Cafés und Restaurants

Wir haben eine neue Aktion zur Förderung des Absatzes von BIO-Streuobstwiesenapfelsaft ins Leben gerufen. Gleich mehrere Cafés und Restaurants bieten nun Streuobstwiesenapfelsaft an.

 

* Café-Lounge Amigelato - Markplatz 4, Lemgo - Karte Google-map

* Bäckerei und Café Eickmeier, Papenstraße 21, 32657 Lemgo - Karte Google-map

* Restaurant und Hotel Stadtpalais in Lemgo - http://www.schlosshotel-stadtpalais.de/

weitere Cafés und Restaurants sind herzlich eingeladen Streuobstwiesenapfelsaft mit ins Programm aufzunehmen.