Menschen tragen eine Erdkugel

Wasser, Gewässerschutz, Abwasser

 

Den Flüssen mehr Raum geben

In den vergangenen 20 Jahren wurden bundesweit rund 170 Renaturierungsprojekte in Flussauen umgesetzt. Naturnahe Flussufer, artenreiche Feuchtwiesen und strukturreiche Auenwälder sind wiederhergestellt, standortangepasste Nutzung gefördert und flussnahe Deiche zurückverlegt worden. Dabei wurden etwa 5.000 Hektar überflutbare Auenfläche zurückgewonnen. Dies ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMUB) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Mit der Studie liegt erstmals ein Überblick über die vielfältigen Aktivitäten im Auenschutz in Deutschland vor.
 
Nachzulesen sind die Ergebnisse in der Broschüre "Den Flüssen mehr Raum geben - Renaturierung von Auen in Deutschland". Beispielen aus allen Einzugsgebieten der großen deutschen Flüsse und allen Flächenbundesländern illustrieren die Vorgehensweise bei Auenrenaturierungen und welche Entwicklung die Gebiete genommen haben.

Unser Link zum Download der Dokumentation

http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/auen_in_deutschland_bf.pdf

 

Wasserrahmenrichtlinie in OWL

Karlheinz Meier vom BUND Detmold hat auf einer eigenen Internetseite umfassend die Daten für die Umsetzung der WRRL in OWL zusammengestellt. Dokumentiert wird u.a. der Zustand der Gewässer im Kreis Lippe.

Hier der Link: http://wrrl-in-owl.eu/

Eine Besonderheit der Internetseite. Nutzen Sie dazu die Anwendung BildvomBach auf dieser Website. Lernen Sie die Gewässerstrukturen im Fließgewässerinformationssystem www.fisdt.de kennen. Noch besser ist, die Vielfalt am naturnahen Bach bewusst zu erleben, z. B auf einer Gewässerschau.

Bega in Lemgo-Brake - Endstation für Fische

Fischtreppen

Fischtreppen sollten so gestaltet werden, dass sowohl der Aufstieg als auch der Abstieg gewährleistet wird. In vielen Fällen zeigt die Praxis dass Bauwerke zur Umgehung von Stauwehren, sogenannte Fischtreppen, diese Anforderung nicht erfüllen. Besonders beim Abstieg zeigen sich Mängel, so dass ein Großteil der Fische, insbesonder Jungfische, in der Turbine des Wasserkraftwerkes verletzt werden oder zu Tode kommen.

Beim neuen Bauwerk an der Bega in Lemgo auf dem rechten Foto ist es für Fische kaum möglich wegen des hohen Wasserdrucks die schmale Einlaufstelle zu überwinden. Zudem sind am Boden der Einlassstelle Querbretter eingezogen worden, die Fischarten, die sich am Gewässergrund fortbewegen, den Zugang versperren. Den Abstieg an der Seite des Flussbettes ohne irgendwelche Maßnahmen zur Lenkung des Fischstromes werden Fische wohl kaum finden. Die schwimmenden Balken sollten Treibgut abhalten. Sie wurden zum Teil wieder entfernt weil sich dies als ungeeignet herausgestellt hat. 

Wichtig wäre zudem den Rechen vor der Wasserkraftanlage so zu gestalten, dass er das Passieren für Fische fast unmöglich macht. Hier zeigen neueste Forschungen der UNI Kassel dass dies möglich ist.  Download: Schonender Rechen für Wasserkraftanlagen 

 

 

Einlauf oberhalb der Fischtreppe an der Bega in Lemgo - Mühle Lindner

Lebendige Auen für die Elbe

Was macht intakte Auen zu einem so besonderen Lebensraum? Und warum gibt es sie in Mitteleuropa kaum noch? Diesen Fragen geht der Film "Lebendige Auen für die Elbe" nach. Außerdem stellt er das gleichnahmige Projekt vor, in welchem der BUND mit zahlreichen Partnern einen alten noch naturnahen Auwald an der Elbe erhalten und entwickeln will.

 

 

http://www.bund.net/auenfilm

Kampf ums Wasser - Probleme hausgemacht - Auf den Spuren der knappen Ressource

In Deutschland muss zwar niemand verdursten, der Kampf um Süßwasser geht uns aber trotzdem etwas an. Zum einen trägt jede importierte Tomate aus Spanien, jede Baumwolljeans aus China zum Wassermangel in diesen Ländern bei. Und auch wir haben nicht überall Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vielerorts sind die Wasservorkommen erheblich belastet: Aus aufgegebenen Industriestandorten, alten Deponien oder undichten Abwasserkanälen sickern Schadstoffe ins Grundwasser.

Welche Maßnahmen für einen bewussteren Umgang mit dem kostbaren Gut müssen getroffen werden?

SPIEGEL TV geht diesen Fragen nach und begibt sich auf die Spuren der knappen Ressource in Länder wie Kasachstan, Spanien oder Äthiopien. In Spanien dokumentieren Umweltschützer und Forscher das Ausmaß des exzessiven Wasserverbrauchs aus Tourismus und Landwirtschaft. Spanische Bauern und Hotelbesitzer stellen neue Bewässerungsmethoden und wassersparende Maßnahmen vor.

 

Link zum Film

Nitratgehalte im Grundwasser steigen und gefährden die Trinkwasserversorgung

Für Nitrat im Trinkwasser gelten strenge Grenzwerte. Denn Nitrat kann im Körper Krebs auslösen. Deutschland hat sich bereits vor vielen Jahren dazu verpflichtet, die Nitratwerte im Grundwasser zu senken.

In zahlreichen Regionen in Deutschland steigen die Werte jedoch weiter an. Eine Hauptursache ist die schnell wachsende Anzahl an Biogasanlagen und der damit verbundene Maisanbau. Wasserwerke von Bayern bis Ostfriesland schlagen Alarm: Sie messen steigende Nitratwerte im Grundwasser. Auch das Umweltbundesamt und die EU-Kommission sind über die Wasserqualität in Deutschland besorgt, fordern deshalb schärfere Düngegesetze.

In einem Beitrag von Report Mainz wird die Problematik dargestellt. Link zum Beitrag: http://www.swr.de/report/

Passend zum Thema der Nährstoffbericht des Landes NRW 2014

 

Biogasanlage in Lemgo

Wasser und Sanitäre Grundversorgung sind ein Menschenrecht 

Wasser ist ein Öffentliches Gut, keine Handelsware - Wir fordern die Europäische Kommission zur Vorlage eines Gesetzesvorschlags auf, der das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung entsprechend der Resolution der Vereinten Nationen durchsetzt und eine funktionierende Wasser- und Abwasserwirtschaft als existenzsichernde öffentliche Dienstleistung für alle Menschen fördert. Diese EU-Rechtsvorschriften sollten die Regierungen dazu verpflichten, für alle Bürger und Bürgerinnen eine ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie eine sanitäre Grundversorgung sicherzustellen. Wir stellen nachdrücklich folgende Forderungen:

  1. Die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle Bürger und Bürgerinnen das Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung haben.
  2. Die Versorgung mit Trinkwasser und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen darf nicht den Binnenmarktregeln unterworfen werden. Die Wasserwirtschaft ist von der Liberalisierungsagenda auszuschließen.
  3. Die EU verstärkt ihre Initiativen, einen universellen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung zu erreichen.

Die EU plant eine Richtlinie, die die Privatisierung der Trinkwasserversorgung voran bringen soll. Eine Initiative aus Umweltverbänden und Bürgergruppen hat deshalb europaweit zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen. Eine Million Unterschriften sind erforderlich, damit das Thema neu beraten wird. Je mehr Unterschriften vorhanden sind um so größer wird die Chance, dass die Richtlinie zurückgezogen wird. Wir bitten die Aktion zu unterstützen: http://www.right2water.eu/de

- inzwischen verfolgt die EU Dank der vielfältigen Proteste nicht weiter die Privatisierung.

 

 

       

 

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Film Water Makes Money - Die Autoren und PPP-Gegner liefern Hinweise darauf, dass durch privat-öffentliche Partnerschaften in der Wasserwirtschaft die Verbraucherpreise steigen und die Qualität der Wasserversorgung sinkt.

Im Zentrum der Kritik stehen die französischen Wasserversorgungsunternehmen GDF Suez und Compagnie Générale des Eaux (heute Veolia Environnement). Anhand von Beispielen, vornehmlich aus Frankreich und zum Teil aus Deutschland, werden die wirtschaftlichen Folgen von Privatisierungen im Bereich der Wasserwirtschaft aufgezeigt. Wiederholt klagen die Filmemacher undurchsichtige Finanzierungsverträge zwischen Kommunen und privaten Versorgern an. Der Film kritisiert zudem steigende Wasserpreise bei geringerem Wartungsaufwand. Angebliche Erlöse der Kommunen bei der Vergabe (sogenanntes Eintrittsgeld) werden als Kredite der Kommunalpolitiker bei den Vorsorgern erwiesen, deren Kosten von den Versorgern vereinbarungsgemäß auf die Wasserpreise aufgeschlagen werden. (übernommen aus wikipädia)

 

https://www.youtube.com

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Das Milliardengeschäft mit dem Wasser

Sorina lebt mit ihren 6 Kindern in einem Slum in Manila. Die Cholera haben sie nur knapp überlebt. Das verschmutzte Leitungswasser hatte sie infiziert. Mineralwasser in Flaschen kann sich Sorina nicht leisten. Manila, die Metropole der Philippinen, hat die staatliche Wasserversorgung privatisiert und internationale Konzerne übernahmen das Wassergeschäft. Sie versprachen sauberes, billiges Wasser und neue Anschlüsse – doch stattdessen explodierten die Preise und die Qualität sank. Nach UNO-Angaben mangelt es weltweit mehr als 1,1 Milliarden Menschen an sauberem Wasser, was zu mehr als drei Millionen Todesfällen im Jahr führt.

Das ARD zeigte diesen kritischen Film, der auch auf die internationale Bedeutung des Themas eingeht. Den Link zum Filmbeitrag finden Sie unter dem rechten Bild.

http://www.youtube.com/watch?v=g_U7vMVRTno

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Ein sinnvolles und vorbildliches Trinkwasserkonzept

Die Stadtwerke München kaufen seit Jahren Flächen im Trinkwassereinzugsgebiet auf und fördern die Umstellung auf den ökologischen Landbau. 149 Landwirte haben ihre Betriebe auf boden- und gewässerschonende Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung umgestellt, obwohl das einen höheren Arbeitsaufwand bedeutet. Hier wird an den Ursachen angesetzt und nicht bei den Folgen.

http://www.swm.de/privatkunden/m-wasser/gewinnung/wasserschutz.html (hier unbedingt auch den Film Biomilch schützt M-Wasser ansehen).

Das Ergebnis, beste Wasserqualität zu günstigen Preisen. Eine Aufbereitung des Trinkwassers ist nicht notwendig. Siehe dazu auch die aktuelle Analyse der Stadtwerke München: /download/trinkwasser-analysewerte.pdf

Die weiteren Vorteile des Konzepts in München: Die ökologische Landwirtschaft liefert Produkte höchster Qualität. Lebensräume für die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt bleiben erhalten. Keine Gewässerbelastung, keine Maismonokulturen, keine Massentierhaltung und keine Antibiotika im Puten- oder Hähnchenfleisch usw. usw.

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Aktivitäten beim BUND Lemgo

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit sind die Maßnahmen zur Nachhaltigkeit beim Umgang mit dem Gut Wasser. Dazu gehört der Bodenschutz, weil saubere Böden die Grundvoraussetzung für die gute Grundwasserbildung sind und damit auch für das Trinkwasser. Sinnvoll ist dabei die Regenwassernutzung für den Garten, die Waschmaschine und die Toilettenspülung, aber auch die Schaffung finanzieller Anreize zum sorgsamen Umgang mit dem Gut Wasser. Bei der Hochwasservorsorge müssen durch die Einführung einer gesplitteten Abwassergebühr finanzielle Anreize zur Flächenentsiegeltung geschaffen werden. So trägt neben der Regenwassernutzung auch die Dachbegrünung zur Rückhaltung von Regenwasser bei. Einen Beitrag zur Dachbegrünung finden Sie unter: http://www.bund-lemgo.de/dachbegruenung.html

Im Menü links kommen Sie zu den verschiedenen Berichten.

Dies möchten wir erhalten - Bildergalerie zum Gewässerschutz

Naturnahe Gewässer haben eine wichtige Reinigungsfunktion uns sind Garant für die Bildung von

sauberem Grund- und Trinkwasser

Feuchtwiesen haben eine Speicher- und Reinigungsfunktion. Sie sind wertvoller Lebensraum für viele

Tier- und Pflanzenarten und im Frühjahr und Winter Rastplatz für unsere Zugvögel

 

Moore sind wervoller Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten und sie haben zugleich eine

wichtige Speicher- und Reinigungsfunktion.