Ökologische Landwirtschaft
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Januar 2012
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Aktuelles zum Dioxinskandal 2011
Hier bieten wir als Download die Vereinbarung des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit den Bundesländern an:

GEN-Soja und GEN-Mais in Futtermitteln sind bei uns längst Realität,
auch wenn die Landwirtschaft und Fischerei dies immer wieder abstreiten bzw. verharmlosen. In welchem Umfang GEN-Soja im Fleisch (Rind-, Schweine-, Puten- und Hähnchenfleisch etc.), in der Milch landet oder in den Fischen (in Fischaufzuchten wie z.B. beim Pangasius wird mit dem Fischmehl auch GEN-Soja zugeführt), ist dabei im Einzelfall kaum zu klären. Dabei ist es ein weit verbreiteter Irrglaube, das GEN-Pflanzen besonders ertragreich und widerstandsfähig sind. Der besondere Vorteil des Anbaus liegt in der Möglichkeit bestimmte Spritzmittel, Glyhosat (Handelsname Roundup - Hersteller Monsanto) einzusetzen, die so in großem Maße in die Umwelt gelangen, die Gesundheit der Menschen schädigen, weil große Mengen einfach verdunsten, in Boden und in Gewässer gelangen. Ein Grund mehr, auf BIO-Produkte umzusteigen.
Hier gibt es einen Bericht, der auch über die verhehrenden Folgen in Latainamerika berichtet. youtube
Hier gibt es einen Bericht zur Alternative, der konventionellen Geflügelzucht. Nichts für zarte Seelen.
Im Akkord zur Schlachtreife DER SPIEGEL
Roundup – Nein Danke!!!
Das populäre Herbizid Roundup galt als harmloses Wundermittel – jetzt steht es unter Verdacht Fehlbildungen bei Menschen auszulösen. Hier der Bericht dazu aus der Süddeutschen Zeitung.
Der ökologische Landbau ist eine besonders naturnahe Form der Landwirtschaft.
Ergebnis dieser umweltschonenden Wirtschaftsweise sind hochwertige Lebensmittel zum gesunden Genießen. Foto Bioland – Puten auf der Weide
Was ist wichtig beim Öko-Landbau?
Oberstes Prinzip im ökologischen Landbau ist ein möglichst geschlossener natürlicher Betriebskreislauf. Dies wird dann am besten erreicht, wenn Pflanzenbau und Tierhaltung miteinander kombiniert sind. Dabei richtet sich die Anzahl der auf einem Bio-Hof gehaltenen Nutztiere immer nach der Größe der bewirtschafteten Fläche. Ein Teil der angebauten Pflanzen dient als Tierfutter, die Ausscheidungen der Tiere wiederum werden als Dünger auf die Felder ausgebracht. Doch auch die Ernte-Abfälle werden kompostiert und zur Bodenverbesserung genutzt.
Ohne Tierhaltung geht es natürlich auch; es gibt reine Gartenbau- und Ackerbau-Betriebe, die die Vorgaben einer ökologischen Kreislaufwirtschaft ebenso gut erfüllen.

Schwarzbunte auf der Weide - Foto Bioland
Bio-Landbau ist mehr als "keine Spritzmittel"
Im Öko-Landbau bleibt die Natur keineswegs sich selbst überlassen. Es gibt wirksame Methoden, mit denen die Böden verbessert, die angebauten Pflanzen und die Hoftiere optimal versorgt werden. Allerdings sind diese Verfahren viel aufwändiger, vergleicht man sie mit denen der konventionellen Landwirtschaft. Dafür stimmt die Qualität. Dies ist einer der Gründe für den höheren Preis von Bio-Lebensmitteln.

Küken im Stall - Foto Bioland

Ganzjährige Freilandhaltung von Schweinen
Foto: Kai Schleyerbach, Bramsche
Üblich für den Öko-Betrieb sind zum Beispiel die folgenden Methoden:
Fruchtfolge
eine altbewährte Methode, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Außerdem haben Krankheiten und Schädlinge dadurch weniger Chancen, sich zu verbreiten.
Humuswirtschaft
- erhält die Bodengesundheit. Dazu gehören Bodenlockerung und Gründüngung. Ansonsten bildet das aus dem eigenen Betrieb stammende organische Material die Grundlage der weiteren Anreicherung mit Humus.
Stärkung der pflanzeneigenen Abwehrkräfte
- ein zentraler Punkt beim biologischen Pflanzenschutz. Grundprinzip ist die Vorbeugung gegen Krankheiten. Dabei hilft das Wissen über günstige Pflanzen-Nachbarschaften, richtige Saatzeitpunkte, Standort- und Sortenwahl etc.
Unkrautregulierung ohne Chemie
- gelingt durch Fruchtfolge und Bodenbedeckung (z.B. mit Stroh) oder auch durch Eggen und Hacken.
Artgerechte Tierhaltung
- muss den natürlichen Bedürfnissen der Tiere entsprechen. Dazu gehören z.B. Kontakt zu Artgenossen, Auslauf, frische Luft und Tageslicht. Im Bio-Betrieb werden die Futtermittel meist selbst erzeugt oder sie stammen von anderen Bio-Höfen. Nur in Ausnahmefällen darf konventionelles Futter zugekauft werden.
Die Unterschiede zwischen Verbands-Bio und EU-BIO - hier die wesentlichen Punkte
Quelle: Schrot & Korn Juli 2011
Ökolandbau im Kreis Lippe
Die Anzahl der Betriebe, die im Kreis Lippe Ökolandbau betreiben, hat sich positiv entwickelt. Es gibt eine Vielzahl von Hofläden und auf fast allen Wochenmärkten sind Ökolandbaubetriebe vertreten. Hier finden Sie die Übersicht der Betriebe, die wir ermitteln konnten.
Wir würden es begrüßen, wenn Sie durch den Kauf von Bioprodukten aus der Region einen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten würden.
P.S. Die Fotos wurden uns zum Teil dankenswerter Weise vom Biolandverband zur Verfügung gestellt.
Biomarkt NRW
Broschüre Biomarkt NRW. Erzeugung, Verarbeitung und Handel von Ökolebensmitteln in Nordrhein-Westfalen. Marktanalysen - Fallbeispiele" (140 Seiten, Stand: Juli 2010)



