Menschen tragen eine Erdkugel

Apfelallergie

Bereits 20 Prozent der Allgemeinbevölkerung in westlichen Ländern leiden unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit – Tendenz steigend.

Das Projekt des BUND Lemgo zum Thema Apfelallergie begann im Jahr 2005. Ziel ist es den betroffenen Allergikern zu helfen und damit gleichzeitig zum Erhalt alter Apfelsorten und des Lebensraumes Streuobstwiesen beitzutragen. Dabei ist die pauschale Aussage "Apfelallergie" eigentlich falsch. Richtig müsste es heißen, dass die Betroffenen auf bestimmte Apfelsorten, insbesondere Supermarktsorten, allergisch reagieren und nicht wie durch die Diagnose Apfelallergie zum Ausdruck kommt, dass es bei allen Apfelsorten zu allergischen Reaktionen kommt. Uns melden Apfelallergiker die Apfelsorten die für sie verträglich sind und die unverträglich sind. Da ein hoher Gehalt an gesundheitsfördernden Polyphenolen anscheinend dazu führt, dass die Äpfel problemlos gegessen werden können, haben wir damit begonnen diesen Gehalt untersuchen zu lassen. Wir lassen nun Jahr für Jahr weitere Apfelsorten auf ihren Polypheolgehalt hin untersuchen. Die Ergebnisse des Jahres 2018 zeigen nun, dass Wetterextreme enormen Einfluss auf die Ergebnisse haben. Leider haben wir keine Erkenntnisse, ob durch den gesunkenen Polyphenolgehalt auch die Verträglichtkeit für Apfelallergiker abgenommen hat. 

Unsere vollständige Liste zur Verträglichkeit und Unverträglichkeit finden Sie am Ende dieser Seite.

Die Kurzfassung (Plakat) gibt es hier zum kostenfreien Download - mit Analysewerten zu Polyphenolen. Nutzung und Verbreitung ausdrücklich erwünscht.
Stand Juli 2019: BUND-Lemgo Sortenliste Apfelallergie

Dazu haben wir ein Info, inkl. Kurzfassung Sortenliste erstellt, das zum kostenfreien Download bereit gestellt wird und gerne verbreitet werden darf.
Stand Juli 2019: BUND-Lemgo Info Apfelallergie

Alte Apfelsorten probieren, in Lemgo besteht dazu die Möglichkeit an unserem Apfeltag oder bei der Exkursion "Probieren geht über Studieren".


2015 - Projektinfos für Obsthändler

Nach wie vor gibt es Apfelallergiker/innen die noch nie etwas davon gehört haben, dass es durchaus Apfelsorten gibt die sie problemlos vertragen können. Manche davon haben über 25 Jahre und mehr keine Äpfel mehr gegessen.

Entsprechende Erfahrungen haben auch Obsthändler mit Apfelallergikern gemacht. Aus diese Kreis kam die Frage, ob man unsere Angaben nutzen dürfe. Sie möchten  das Projekt im Interesse ihrer Kunden durch Weitergabe von Informationen und entsprechende Apfelangebote unterstützen.

Daher gibt es jetzt bei uns neben dem Plakat zu den verträglichen und unverträglichen Apfelsorten (laminiert im Format DIN A 3 = 6 €)

auch Sortenkarten zu den verträglichen Apfelsorten (laminiert im Format DIN A 5 = 3 €) die man am Obststand mit auuslegen kann. Bestellung unter:

kontakt@bund-lemgo.de

Marktstand in Lemgo
BUND-Plakat mit Angabe zu verträglichen und unverträglichen Apfelsorten

BUND-Sortenkarte
zu verträglichen Apfelsorten

Weißer Winterglockenapfel


Lieferanten von Apfelsorten im Kreis Lippe, die für Apfelallergiker verträglich sind:

Radtkehof
Holstenhöfen 1, 32825 Blomberg

radtkehof.de

Öffnungszeiten siehe Internet

Hofladen Klemme
Dalbke 3, 32689 Kalletal

 hofladen-klemme.de

Öffnungzeiten siehe Internet

Gerhard Henrich
Mittelstraße 89, 32657 Lemgo

Telefon 05261- 3488

normale Geschäftszeiten

Detlef Schelhas
Wochenmarkt Lage und Lemgo

 

Dienstag, Freitag - Wochenmarkt Lage
Mittwoch, Samstag - Wochenmarkt Lemgo

Gesamtliste Lieferanten/Verkaufsstellen Deutschland auf Anforderung per E-Mail: kontakt@bund-lemgo.de


2019-07 Apfelallergie - eine zusammenfassende Grafik

Eine zusammenfassende Auswertung der bisherigen Ergebnisse zu unserem Apfelallergieprojekt hat uns freundlicher Weise die Designerin Anett Hentschel aus Nürnberg erstellt. In der Übersicht sind die wesentlichen verträglichen und unverträglichen Apfelsorten aufgeführt und die Anzahl der Meldungen, sowie die bisher vorliegenden Ergebnisse zum Polyphenolgehalt.

Wir danken Anett Hentschel herzlich für die Erstellung der Übersicht und die Genehmigung die Grafik auf unseren Internetseiten zeigen zu dürfen.

Durch anklicken der Grafik erhält man eine Vergrößerung als pdf-Datei.


2018-01 Fernsehbeitrag ZDF
Der wahre Preis für den perfekten Apfel
incl. Informationen zum Apfelallergieprojekt des BUND Lemgo

Alte Apfelsorten sind Spitze
ZDF-Zoom-Sendung mit Beitrag über die Studie zum Thema Apfelallergie und den Wert neuer "Apfel-Clubsorten". Für die Clubsorte Pink Lady zahlt der Verbraucher einen wesentlich höheren Preis obwohl der Gehalt an gesundheitsfördernden Polyphenolen äußerst gering ist. Dazu kommt, dass die meisten Neuzüchtungen wie auch Pink Lady für Apfelallergiker unverträglich sind.
Alte Apfelsorten haben einen besonders hohen Polyphenolgehalt. Dies zeigen auch die Untersuchungen durch die Hochschule Geisenheim, die im Auftrag des ZDF durchgeführt worden sind. Untersuchungen vom Vanderbilt University Medical Center haben gezeigt, dass bei regelmäßigem Fruchtsaftkonsum das Risiko für eine Alzheimererkrankung um bis zu 76 % gesenkt werden kann. Auch hier vermutet man die Polyphenole als ausschlaggebend.

Ein hoher Gehalt an Polyphenolen ist im besonderen Maße auch im naturtrüben BIO-Streuobstwiesenapfelsaft enthalten, der auf Basis alter Apfelsorten erstellt wurde.

Mehr Informationen zu Polyphenolen findet man hier: Wikipedia 

ZDF-Beitrag
Der wahre Preis für den perfekten Apfel

ZDF-Sendung Frontal 21 
Der Trend zum perfekten Apfel

Radiosendung WDR Leonardo

Chrismon 
Bericht "An apple a day keeps the doctor away"

dpa-Süddeutsche Zeitung
Berliner Forschr sind Apfelallergie auf der Spur

ZDF-Team in Lemgo - Apfeltest für Apfelallergiker

Analysewerte Polyphenole


2016/2017
Studie zur Verträglichkeit von Apfelsorten in Kooperation mit dem Allergiezentrum der Berliner Charié

Laut Aussage des Allergologen Professor Dr. Karl-Christian Bergmann beträgt der Anteil der Betroffenen inzwischen weit mehr als 2 Millionen Bundesbürger. Eine Behandlung ist bisher nur wenig erfolgreich.
Beim BUND Lemgo haben sich mehrere Apfelallergiker gemeldet die nach jahrelangem Verzicht wieder Äpfel der verträglichen Sorten konsumiert haben. Durch Zufall hat eine Allergikern noch einmal einen zuvor unverträglichen Golden Delicious probiert und festgestellt, dass dieser nun keine allergischen Reaktionen mehr verursachte. Es wurde offensichtlich eine Desensibilisierung erreicht. Eine Umfrage von uns haben ergeben, dass weitere Apfelallergiker diese Erfahrung gemacht haben.
Diese Berichte haben bei Professor Dr. Bergmann vom Allergiezentrum der Berliner Charité großes Interesse geweckt. In Kooperation mit dem BUND Lemgo und den Obstanbauern Eckart Brandt aus dem Alten Land, Anton Klaus aus Oberneufnach in Bayern, Meinolf Hammerschmidt aus Sörup in Schleswig-Holstein wollen wir in einer wissenschaftlichen Studie untersuchen, ob diese Erfahrung für einen größeren Teil der Betroffenen zutrifft und ob hier ein alternativer Behandlungsansatz durch regelmäßigen Apfelkonsum verträglicher Apfelsorten möglich ist. Zugleich soll die Verträglichkeit bestimmter Apfelsorten durch die Studie untermauert werden. Es ist die erste Studie dieser Art europaweit, wenn nicht sogar weltweit.
Mit im Boot bei dieser geplanten Studie ist noch das Institut für Lebensmitteltechnologie der Hochschule OWL die u.a. den Polyphenolgehalt der Apfelsorten untersuchen werden.

Die Studie konnte 2016 durchgeführt werden.

Pressebericht Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst

Bericht Magdeburger Volksstimme

Vortrag Prof. Dr. Bergmann - Ergebnisse zur Studie Apfelallergie

 

 Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann

 


Ergebnisse zur Studie Verträglichkeit von Apfelsorten in Kooperation mit dem Allergiezentrum der Berliner Charité

Die Auswertung der Studie zeigt, dass bestimmte alte Apfelsorten von "Allergikern" problemlos vertragen werden und durch regelmäßigen Konsum der verträglicher Apfelsorten eine bestehende Allergie gegen bestimmte Neuzüchtungen, die in den Supermärkten angeboten werden, erheblich gelindert werden kann. Aufgrund einer Nachfrage bei wurde zudem festgestellt, dass der regelmäßige Konsum von verträglichen Apfelsorten bei 63 Probanden auch zu einer Minderung von Heuschnupfenbeschwerden (Kreuzallergie) geführt hat. Aus diesem Grunde erweitern wir ab 2019 unser Projekt und bitten Betroffene uns mitzuteilen, ob es bei ihnen ähnliche Erkenntnisse gibt.

Anzahl der Apfelallergiker die festgestellt haben, dass ihre Beschwerden beim Heuschnupfen durch regelmäßigen Konsum verträglicher Apfelsorten gemindert wurde =  02

Allerdings gibt es noch eine Reihe offener Fragen.

*Welche Äpfel eignen sich besonders gut um positive Wirkungen hinsichtlich einer Linderung zu erzielen?
*Welche Inhaltsstoffe der Äpfel (evtl. Mal D 1) sind für die Wirkung letztendlich ausschlaggebend?
*Wie bauen sich die positiven Inhaltsstoffe durch Lagerung bei den einzelnen Apfelsorten ab und ist es möglich diesen Abbauprozess zu verzögern? 
*Ist eine individuelle Therapie möglich, z.B. durch Veränderung des täglichen Konsums der verträglichen Sorten (2 statt einem Apfel pro Tag) oder durch Verlängerung des Zeitraums?
*Ist die Linderung der Apfelallergie zeitlich begrenzt?
*Gibt es positive Wirkungen auch im Bereich des Heuschnupfens?

Den Pressebericht

"Alte Apfelsorten lindern Allergie"

zu den Ergebnissen der Studie und die Präsentation dazu von Professor Dr. Bergmann gibt es hier: ecarf.org

Die Ergebnisse zur Verträglichkeit bzw. Unverträglichkeit aus der Studie wurden nun in die Gesamtliste übernommen. 


 

Sonderprojekt - Kalender mit Apfelsorten für Allergiker

Eine betroffene Apfelallergikerin hatte die Idee auf Basis unserer Meldeliste zu verträglichen Apfelsorten einen Jahreskalender mit Farbtafeln zu den Apfelsorten zu erstellen.
Das Projekt konnte inzwischen realisiert werden. Die Kalender wurden in mehreren Formaten erstellt. Sie sind auch bei uns erhältlich. Wir haben dazu noch eine Kurzbeschreibung zu den Sorten auf Basis der Beschreibungen aus der Zeitschrift Nach der Arbeit. Anforderung per Email mit Adressangabe.

Wer sich die Sortentafeln einmal ansehen möchte, kann dies auf den Seiten des Verlages tun. Hier der Link dazu:

calvendo.de                                                                                                                

 


Verarbeitete Äpfel sind meist kein Problem für Allergiker

Prof. Hans Steinhart, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie an der Universität Hamburg, erklärte, dass nur die ganz bestimmte Anordnung der Aminosäuren in einem Lebensmittel für eine Allergie verantwortlich ist. Allerdings kann die Aneinanderreihung der Aminosäuren durch Bearbeitung in der Produktion oder in der Küche verändert werden. Rohe Früchte sind für viele Apfelallergiker nicht geeignet. Werden die Äpfel vor dem Verzehr gekocht, haben die Betroffenen keine Probleme. "Deshalb ist Apfelmus meist allergenfrei", so Steinhart in seinen Ausführungen. Die Allergie hervorrufenden Eiweißbausteine werden durch das Kochen der Äpfel zerstört oder verändert und sind daher für den Allergiker nicht mehr gefährlich. Auch Apfelsaft ist meist kein Problem für Allergiker.

Pestizide, die wir unwissentlich mit Obst zu uns nehmen, stellen nach diversen Publikationen eine weitere Belastung unseres inneren Milieus dar, wobei die Wirkung dieser körperfremden Chemikalien und ihre gegenseitigen Interaktionen größtenteils undurchsichtig sind. Ursache für allergische Reaktionen kann daher auch der Chemieeinsatz sein. Hier hilft nur die Unterstützung des ökologischen Landbaus durch gezielten Einkauf ungespritzter Lebensmittel.
Auch aus diesem Grund wird in der Streuobstwiese des BUND-Lemgo keinerlei Chemie eingesetzt.

Welche Auswirkungen eine viel zu frühe Ernte auf das Allergenpotenzial hat, ist nach unseren Erkenntnissen noch nicht untersucht worden.
 


Das Problem mit vielen der neuen Apfelsorten

Was den Obst-Fans das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, können viele Allergiker nur mit Wehmut betrachten. Für sie kann der Verzehr von Äpfeln zur Qual werden. Eine der Ursachen ist, dass in viele der Neuzüchtungen die Problemsorte Golden Delicious eingekreuzt wurde und sie offensichtlich das Allergieproblem mit überträgt. Gründe der Einkreuzung sind u.a., dass der Golden Delicious ein Massenträger und relativ süß ist, auch wird er nicht so schell braun wenn man ihn anschneidet. Die Braunfärbung könnte somit ein Zeichen für einen hohen Gehalt an Polyphenolen sein, es gibt allerdings auch verträgliche Apfelsorten wie z.B. den Horneburger Pfannkuchenapfel, den Weißen Winterglockenapfel dessen Fruchtfleisch nach dem Anschneiden ebenso nicht so schnell braun wird. Erst eine Untersuchung zum Polyphenolgehalt der Sorten wird hier also entsprechende Erkenntnisse liefern können.

Warum die Früchte allergische Reaktionen auslösen, wollten Wissenschaftler der Universität Hohenheim wissen.
Die Lebensmitteltechniker untersuchten gemeinsam mit Medizinern der Uni Hamburg alte und neu gezüchtete Apfelsorten und kamen zu einem interessanten Ergebnis:
Eine Schlüsselrolle spielen die so genannten Polyphenole, die in Pflanzen beispielsweise als Farb- oder Geschmacksstoffe vorkommen. Sie sind vor allem in den alten Apfelsorten wie etwa Boskoop enthalten. Die neuen Apfelsorten weisen dagegen nur geringe Mengen von Polyphenolen auf - sie wurden wegen des säuerlichen Geschmacks und der schnelleren Bräunung nach Anschnitt des Apfels weitestgehend herausgezüchtet.
Welche der alten Apfelsorten für Allergiker aber besonders verträglich sind, ist kaum untersucht. Bei unseren Recherchen sind wir nur auf Altländer Pfannkuchenapfel, Goldrenette Freiherr von Berlepsch, Gravensteiner, Jonathan, Landsberger Renette, Minister von Hammerstein, Roter Berlepsch, Roter Boskoop, Schöner aus Boskoop, Weißer Klarapfel und Wintergoldparmäne gestoßen. Als weniger geeignet werden Cox Orangenrenette und Golden Delicious und von den neueren Sorten Braeburn, Granny Smith und Jonagold genannt.

 

Desensibilisierung über verträgliche Apfelsorten

Wir haben von betroffenen Allergikern die Information erhalten, dass sie nun nach regelmäßigem Konsum von verträglichen Apfelsorten eine Desensibilisierung erreicht haben. Auf einmal ist es ihnen möglich wieder die Apfelsorten zu essen, die zuvor allergische Reaktionen ausgelöst haben. Wir wären dankbar, wenn wir Informationen von betroffenen Allergikern erhalten, die gleiche Erfahrungen gesammelt haben. Eine uns dies per Email mitteilen.

Verträgliche Apfelsorten für Diabetiker

Für Diabetiker geeignet sind u.a. Alkmene, Champagner Renette, Gehrers Rambur, Gelber Edelapfel, Idared, Johannes Böttner, Lanes Prinz Albert, Ontario und Uhlhorns Augustkalvill. Da der Zuckergehalt während der Lagerung abnimmt, sollten Diabetiker schon länger gelagerte Äpfel bevorzugen bzw. die zur Lagerung geeigneten Sorten selbst einlagern.

Eine Untersuchung zu den Inhaltsstoffen hat das Journal für Ernährungsmedizin 2005 veröffentlicht: Inhaltsstoffe alter Apfelsorten unter diabetischem Aspekt

Umfassende Informationen zum Thema Polyphenole finden Sie hier: Polyphenole

Neue Hoffnungen durch Apfelkonsum auch bei Kreuzallergien

 


 

Allergen ist nicht gleich Allergen

Apfelallergien treten oftmals erst nach Jahren auf. Die Ursachen dafür sind unbekannt. So erging es auch Christina Tippelt aus Leopoldshöhe. Nach ihrer zweiten Schwangerschaft reagierte sie auf einmal allergisch auf Äpfel.
Auch Äpfel vom Biobauern waren keine Lösung. Sie hatte schon die Hoffnung aufgegeben, jemals wieder ihre geliebten Äpfel essen zu können. Durch Zufall entstand ein Kontakt zum BUND Lemgo und von dort erhielt sie das Angebot, doch einmal alte Apfelsorten zu probieren. Nun hat sie schon mehrere Sorten gefunden, die sie ohne Probleme essen kann. Den gesamten Bericht zu den Erfahrungen von Christina Tippelt lesen Sie hier (Pressemitteilung-Apfelallergie).
Da es bisher kaum Informationen zu den verträglichen Sorten für Apfelallergiker gibt und wir nichts von genmanipulierten Sorten für Allergiker halten, starten wir ein eigenes Projekt.
Erste Meldungen von Apfelallergikern zeigen, dass es durchaus Unterschiede gibt was die Verträglichkeit von  Apfelsorten anbelangt.

Bei einer Apfelallergie im Zusammenhang mit einer Birkenpollenallergie lässt sich durch in kleinen Schritten erhöhten Verbrauch von Äpfeln eine Toleranz erzeugen. Zu diesem Schluss kommt eine Schweizer Studie, die in der Fachzeitschrift Allergy (2012-67: S. 280-285) publiziert wurde. 

Apfelallergien treten oftmals erst nach Jahren auf. Die Ursachen dafür sind unbekannt. So erging es auch Christina Tippelt aus Leopoldshöhe. Nach ihrer zweiten Schwangerschaft reagierte sie auf einmal allergisch auf Äpfel. Auch Äpfel vom Biobauern waren keine Lösung. Sie hatte schon die Hoffnung aufgegeben, jemals wieder ihre geliebten Äpfel essen zu können. Durch Zufall entstand ein Kontakt zum BUND Lemgo und von dort erhielt sie das Angebot, doch einmal alte Apfelsorten zu probieren. Nun hat sie schon mehrere Sorten gefunden, die sie ohne Probleme essen kann. Den gesamten Bericht zu den Erfahrungen von Christina Tippelt lesen Sie hier (Pressemitteilung-Apfelallergie).

Da es bisher kaum Informationen zu den verträglichen Sorten für Apfelallergiker gibt und wir nichts von genmanipulierten Sorten für Allergiker halten, starten wir ein eigenes Projekt.

                                         

 


Untersuchungen Hochschule OWL - Institut für Lebensmitteltechnologie

In einer vom BUND Lemgo geförderten und unterstützen Bachelorarbeit von Thomas Bernert wurden von ausgewählten Apfelsorten die Polyphenolgehalte ermittelt. Dabei bestätigten sich die Aussagen aus der Statistik des BUND Lemgo zu den verträglichen und unverträglichen Apfelsorten auf Basis von Mitteilungen betroffener Apfelallergiker (siehe u.a. Statistik).

Von Interesse wären nun Untersuchungen bei weiteren Apfelsorten sowie Untersuchungen wie sich der Polyphenolgehalt im Laufe der Lagerdauer entwickelt, wobei der Art der Lagerhaltung evtl. auch Einfluss auf die Entwicklung der Polyphenolgehalten haben könnte. Sorten wie Goldparmäne, Roter Boskoop und Roter Eiserapfel haben eine natürliche Lagerfähigkeit von mehreren Monaten. Dazu müsste dann auch untersucht werden, ob dies Einfluss auf die Verträglichkeit der Sorten für Apfelallergiker hat.

Wie man sieht, sind noch viele Fragen beim Thema Apfelallergie und Verträglichkeit von Apfelsorten ungeklärt. Weitere Forschungen wären im Interesse der Verbraucher wünschenswert.

Eine Übersicht der Ergebnisse der Untersuchungen der Hochschule OWL - Institut für Lebensmitteltechnologie NRW - bieten wir als Download an.

Plakat Hochschule OWL mit Untersuchungsergebnissen

 

 

 

 Quelle: Hochschule OWL - Institut für Lebensmitteltechnologie NRW


Fachberichte

In einem Beitrag von Achim Fießinger, UNI Rostock und Dr. Friedrich Höhne, Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MW wird über "Neue Erkenntnisse über die Inhaltsstoffe des Apfels" berichtet. Teil 3 befasst sich mit dem Thema Apfelallergie.

# Wir stellen den Beitrag hier als Download zur Verfügung:  Inhaltsstoffe_des_Apfels_-_Teil_3_413.pdf

# Vortrag von Frau Dr. Susanne Becker

 


Link zur Internetseite des BUND LemgoLinks zur unserer Internetseite sind ausdrücklich erwünscht.
Einfach das nachfolgende Bild mit dem integrierten Link übernehmen.

 


Allergiker helfen Allergikern
Ergebnisse zum Projekt des BUND Lemgo – Start 2005

Da wir den Allergikern helfen möchten, selbst aber keine finanziellen Mittel für entsprechende Forschungsaufträge haben, sind wir auf die Idee gekommen, auf die Erfahrungen von Allergikern zurückzugreifen.


Wir bitten Allergiker uns per Email oder mit der Meldeliste

 Apfelallergie Meldeliste

mitzuteilen, welche Apfelsorten sie problemlos essen können und welche nicht verträglich sind.

Bedingung wäre, dass es sich bei den getesteten Apfelsorten um unbehandelte Äpfel handelt um ausschließen zu können, dass z.B. eingesetzte Spritzmittel die eigentliche Ursache für die Apfelallergie sind.

Dazu noch ein Hinweis. Der Polyphenolgehalt in den Äpfeln baut sich im Laufe der Reifezeit auf und erreicht zum Zeitpunkt der Pflückreife den höchsten Wert. Vorzeitig geerntete Äpfel haben einen geringeren Polyphenolgehalt. Dies führt auch dazu, dass es Unterschiede gibt bei der Verträglichkeit der probierten Äpfel. Daher die Bitte ausgereifte Äpfel zu probieren.


Zur Auswertung noch ein Hinweis von einem Allergiker. Da die allergischen Reaktionen von Fall zu Fall bzw. von Person zu Person unterschiedlich sind, hilft es manchmal einfach den Apfel zu schälen. Dabei bleibt natürlich die Frage offen, ob der Bioapfel, auf den man allergisch reagiert, doch gespritzt wurde oder z.B. Spritzmittel aus der daneben liegenden konventionellen Anlage oder von einem naheliegenden Acker abbekommen hat. Wegen dieser Problematik bitten wir um Verständnis, dass wir uns auf die einfache Darstellung verträglich und unverträglich beschränken.

Bezugsquellen Apfelbäume

Da die alten Apfelsorten meist nicht auf den Obstmärkten zu kaufen sind, noch der Hinweis auf unsere Internetseite mit den Bezugsquellen für den Kauf von Obstbäumen mit alten Sorten. Hier besteht also die Möglichkeit, die alten Sorten für den eigenen Garten zu kaufen.

Obstbaumschulen mit speziellem Angebot von Apfelsorten die für Allergiker als verträglich bewertet wurden

Name Anschrift Kontakt Apfelsorten Versand

Baumschule 

Oleg Ceban

Mühlenholzer Weg 11
24966 Sörup
Telefon 04635-293913
baumschule-ceban.com
u.a. Alkmene, Altländer Pfannkuchenapfel, Ananasrenette, Danziger Kantapfel, Finkenwerder Prinzenapfel, Goldparmäne,Goldrenette Freiherr von Berlepsch, Goldrenette aus Blenheim, Gravensteiner, Prinzalbrecht von Preußen, Weigelts Zinszahler ja

Boomgarden

Eckart Brandt

Im Moor 1
21712 Großenwörden

Telefon: 04775 538

boomgardenshop.de

u.a. Alkmene, Altländer Pfannkuchenapfel, Goldrenette Freiherr von Berlepsch, Finkenwerder Prinzenapfel, Kaiser Wilhelm, Notarisapfel, Ontario, Prinz Albrecht von Preußen, Roter Berlepsch, Schöner aus Boskoop, Weißer Klarapfel, Weißer Winterglockenapfel, nein

 

Sonstige Obstbaumschulen mit Angebot alter Apfelsorten - Bezugsquellen alte Obstsorten

Inzwischen erhalten wir aus dem gesamten deutschsprachigem Raum Mitteilungen zu verträglichen und unverträglichen Apfelsorten, die wir in die Statistik einpflegen. Bei den Rückmeldungen sind sehr viele Personen dabei, die zum ersten Mal nach 20 und mehr Jahren wieder Äpfel probiert haben und begeistert sind, dass sie diese ohne jeglichen Probleme essen können. Ein Nebeneffekt des Apfelkonsums ist dann auch, dass  Verdauungsprobleme beseitigt werden. Das ein täglicher Apfelkonsum gut für die Gesundheit ist, brauchen wir an dieser Stelle nicht weiter auszuführen.

Aus den Reihen der Apfelallergiker habem uns mehrere Vorschläge aus eigenen Erfahrungen erreicht, die den Konsum generell betreffen.

> kurz eingefrorene Äpfel (1 - 2 Tage) können nach dem Auftauen problemlos gegessen werden.

> Äpfel kurz (ca. 6 - 10 Sekunden) in der Mikrowelle erhitzen. Geschmacklich verändern sich die Äpfel dadurch nicht. Vielleicht einfach einmal ausprobieren. Gleiches gilt auch für Bratäpfel und Äpfel im Kuchen.

Problem dürfte aber sein, dass bei der Verarbeitung Geschmackskomponenten und wetrvolle gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe verloren gehen. Zudem scheint die Lagerdauer beim Polyphenolgehalt eine Rolle zu spielen. Dieser nimmt mit längerer Lagerdauer und abhängig von der Sorte ab und damit allergische Reaktionen zu. Dies gilt aber nicht für alle Allergiker.


Lieferantenliste alte Apfelsorten - Apfelsorten aus biologischem Anbau

Für uns ist unverständlich, dass man im biologischen Anbau auch auf die anfälligen Einheitssorten des herkömmlichen Anbaus setzt, statt die robusten Sorten anzupflanzen. Hier ist dann der Einsatz biologischer Spritzmittel notwendig. Die für Allergiker verträglichen alten Sorten gibt es daher kaum im Handel. Wir haben zwei Listen von Obstlieferanten zusammengestellt, bei denen auch alte, für Allergiker verträgliche Apfelsorten angeboten werden.

Eine Liste für Deutschland und eine Liste für Österreich und die Schweiz. Anforderung der Liste unter: kontakt@bund-lemgo.de


Für ergänzende Sortenhinweise und Anregungen sind wir Ihnen dankbar.

Apfelallergiker mit Wohnsitz im Raum Lippe können auch gerne an unserer jährlichen Führung mit dem Motto "Probieren geht über studieren" teilnehmen und vor Ort die Sorten testen bzw. einzelne Äpfel zum Test mit nach Hause nehmen. Die Veranstaltung findet meist im September statt und wird rechtzeitig im Internet und in der Presse angekündigt.

Für Ihre Unterstützung recht herzlichen Dank.


August - September 2014
NDR-Visite berichtet über BUND-Projekt zum Thema Apfelallergie

hier der Link zum Bericht - ansehen und weiter empfehlen
Fernsehbericht NDR-Visite zur Apfelallergie

Oktober 2014
hier noch ein Link zu einem Bericht des Schweizer Fernsehens
www.srf.ch

 

Ergänzung: Auf der Internetseite des NDR bzw. im Beitrag wird angegeben: „Äpfel mit hohem Polyphenolgehalt lassen sich nicht so lange lagern,“ Diese pauschale Aussage ist falsch. Auf unserer Internetseite zur Lagerung können Sie nachlesen welche natürliche Lagerfähigkeit die alten Apfelsorten haben. Manche für Apfelallergiker verträgliche Sorten schaffen es bis zum Juni des nächsten Jahres. Nach Petzold „Apfelsorten“  verlängert sich die natürliche Lagerfähigkeit im CA-Lager (engl. controlled atmosphere) um bis zu 6 Monaten, ist aber sortenabhängig. Auch kann über die Farbe der Apfelsorte nach unseren Erfahrungen nicht gesagt werden, ob diese verträglicher oder unverträglicher sind. Die Farbe rot spielt bei den Neuzüchtungen eine wesentliche Rolle, weil diese den Menschen mehr anspricht und nicht unbedingt der Verstand beim Apfelkauf entscheidet. Wer fragt schon am Apfelstand nach wie es mit den wertvollen Inhaltsstoffen aussieht? Das sollten Sie einfach einmal versuchen. Viele der roten Neuzüchtungen sind aber für Allergiker unverträglich. Wogegen Sorten ohne rote Farbe oder mit geringer roter Färbung wie Ananasrenette, Champagnerrenette, Finkenwerder Herbstprinz, Minister von Hammerstein, Schöner aus Boskoop, Usterapfel, der Weiße Klarapfel oder der Weiße Winterglockenapfel als verträglich eingestuft werden. Auch die Aussage zu Form und Süße "keine perfekte Form bei alten Sorten und keine süßen Äpfel" sind so pauschal nicht haltbar. Welchen Sinn macht es einen Apfel mit einer "perfekten Form" zu kaufen und süße Äpfel gibt es auch bei den alten Apfelsorten.


Unsinnige Aussagen zum Thema Apfelallergie

Aussage: "Im Süden Deutschlands kommen Apfelallergien häufiger vor als im Norden"

Die über 600 Anfragen von Allergikern in den letzten Jahren beim BUND Lemgo kommen aus ganz Deutschland und zwar aus allen Regionen.

Aussage: "Alte Sorten können nicht so lange gelagert werden"

Die Lagermöglichkeiten sind sortenspezifisch und gelten sowohl für alte Sorten als auch für Neuzüchtungen. Bei vielen alten Sorten gibt es sogar eine natürliche Lagerfähigkeit von bis zu 8 Monaten.

Aussage: "Rote Äpfel sind für Allergiker eher verträglich"

So pauschal völlig falsch. Es ist eher umgekehrt aber nur deshalb, weil bei den Neuzüchtungen die Farbe "rot" vom Verbraucher gewünscht wird. Die Farbe sagt aber überhaupt nichts über die Inhaltsstoffe aus. Dies sollte den Verbraucher viel mehr interessieren.

 


BUND Lemgo startet 2011 in Kooperation mit dem Pomologen Eckart Brandt und seiner Frau Judith Bernhard ein bundesweites Projekt um Apfelallergikern zu helfen.

Es gibt Allergiker mit einer Nahrungsmittelallergie, die seit Jahren keinen Apfel mehr gegessen haben. Viele von Ihnen wissen gar nicht, dass die Allergie sortenspezifisch sein kann. Da insbesondere alte Apfelsorten als verträglich gelten, diese aber im Handel nicht bzw. nur sehr selten erhältlich sind, wurde die Idee geboren, den betroffenen Allergikern ein Probierpaket anzubieten. Mit Judith Bernhard und Eckart Brandt aus dem Alten Land hat der BUND Lemgo Projektpartner gefunden, die sich ebenso engagiert für den Erhalt alter Obstsorten einsetzen und die auf Basis der Erfahrungsliste des BUND Lemgo nun Apfelsorten anbieten. Informationen zum Angebot gibt es unter: Boomgardenshop

Wir hoffen, dass es nun noch mehr Menschen gibt, die wieder problemlos Äpfel genießen können.

 

 

Judith Bernhard & Eckart Brandt


Berichterstattung der Presse über das Projekt des BUND-Lemgo

In zahlreichen Fachzeitschriften, im Internet und in der Tagespresse wurde bisher schon über das Projekt berichtet. Ein umfangreicher Bericht wurde in der Ausgabe 10/2010 der Zeitschrift kraut&rüben veröffentlicht.
Im Beitrag weist Professor Reinhold Cale von der UNI Hohenheim darauf hin, dass die Zuchterfolge mit der Minimierung der Bio-Phenole bei den neuen Apfelsorten schlechthin Unsinn wäre, weil diese zum einen den Apfelallergikern helfen würden und zum anderen dafür sorgen, dass die Abwehrkräfte des Baumes gegen Pilze und Bakterien gestärkt werden.

Wir danken dem Verlag, dass wir den Bericht hier als Download zur Verfügng stellen dürfen.

 


2011 startet der Bund Lemgo eine Kooperation mit der Hochschule OWL - Abt. Lebensmitteltechnologie 

Ziel des Projekts ist es einmal zu untersuchen, ob die Meldungen im Rahmen der BUND-Statistik durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt werden können. Dazu sollen im Rahmen einer Bachelorarbeit die Polyphenolgehalte untersucht werden, die nach vorliegenden Untersuchungen mit ausschlaggebend dafür sind, ob allergische Reaktionen hervorgerufen werden oder nicht.

Der BUND Lemgo stellt dazu kostenfrei die Äpfel aus der Streuobstwiese für Untersuchungen zur Verfügung und unterstützt die Hochschule bei ihrer Arbeit.

Fotos rechts:
01 Student Thomas Bernert und Prof. Dr. Jürgen Zapp beim Pflücken der Äpfel 
02 Willi Hennebrüder BUND Lemgo, Prof. Dr. Jürgen Zapp, Thomas Bernert, Jan Münstermann (wiss. Mitarbeiter)  


Bachelorarbeit bestätigt BUND-Liste zur Apfelallergie

Auszug aus der Pressemitteilung

Prof. Dr. Jürgen Zapp vom Institut für Lebensmitteltechnologie NRW an der Hochschule OWL vermutet, dass die Stoffgruppe der Polyphenole, die in neuen Apfelzüchtungen reduziert wurde, mit der besseren Verträglichkeit traditioneller Sorten zu tun hat. „Polyphenole können das eigentliche Apfelallergen inaktivieren und somit verhindern, dass die allergieauslösenden Eiweißstoffe vom Körper aufgenommen werden“. In Zusammenarbeit mit dem BUND Lemgo fand nun an der Hochschule ein Polyphenol-Screening von Äpfeln statt. Dabei wurden im Rahmen einer Bachelorarbeit die von Allergikern dem BUND Lemgo gemeldeten und als verträglich bzw. unverträglich eingestuften Sorten auf ihren Polyphenolgehalt untersucht. Thomas Bernert konnte für seine Bachelorarbeit auf die verträglichen Apfelsorten aus der BUND-Streuobstwiese Am Lindenhaus zugreifen. Dazu wurden noch gängige Marktsorten zugekauft.

„Alte Apfelsorten wie Eifeler Rambur, Roter Boskoop, Goldprämane und Roter Eiserapfel zeichnen sich durch deutlich höhere Gehalte an Polyphenolen im Vergleich zu den untersuchten Neuzüchtungen Braeburn, Golden Delecious oder Granny Smith aus. Diese Inhaltsstoffe sind wegen ihrer antioxidativen Wirkung mit weiteren gesundheitlichen Nutzen verknüpft“, so Prof. Zapp. Willi Hennebrüder von der Lemgoer BUND-Gruppe sieht erfreut, dass die Ergebnisse der Untersuchungen zu den Polyphenolgehalten die Verträglichkeitsangaben der Allergiedatenbank weitgehend bestätigen und dass sich die Datenbank als echte Hilfe für Apfelallergiker herausstellt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Hochschule OWL und dem BUND Lemgo soll weiter fortgesetzt werden. So sollen unter anderem die Auswirkungen der Lagerdauer auf den Polyphenolgehalt untersucht werden.


Weitere Links zum Thema Apfelallergie

*Allergieinformationsdienst Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

*Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

*Bericht des JKI-Instituts für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen und Obst, Dresden.

*European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF)

*In den Niederlanden gab es Untersuchungen zur Neuzüchtung Santana und ihre Verträglichkeit für Allergiker.


Apfelsortenstatistik

Einige verträgliche Apfelsorten sind hier bereits abgebildet. In unserer Obstsortendatenbank gibt es weitere Farbtafeln und Beschreibungen zu alten Obstsorten.
Zu den neueren Sorten gibt es leider keine Farbtafeln. Die Literatur unterliegt noch einem Copyright, zudem verlangen die Verlage hohe Kosten für eine Veröffentlichung der Farbtafeln aus den neuen Büchern.

Gravensteiner
 
Gravensteiner Goldparmäne Goldrenette
Freiherr von Berlepsch
  Minister
von Hammerstein
Schöner aus
Boskoop
Glockenapfel Weißer Klarapfel

Kommentar von Josefine Grünhagen vom Allergiezentrum der Berliner Charité zum BUND-Projekt:

"Vielen, vielen Dank für die Übersendung der Listen. Das ist wirklich eine tolle Arbeit und eine super Hilfestellung für Apfelallergiker, vor allem für diejenigen, die neben dem Apfel viele weitere Obstsorten roh nicht vertragen können. Die Obstauswahl ist daher enorm eingeschränkt und die Betroffenen sind sehr dankbar für jeden Hinweis auf ein verträgliches Obst."


– getestete Sorten, d.h. Sorten, für die es von Allergikern eine Rückmeldung gibt. Einbezogen wurden auch die Ergebnisse der Apfelallergiestudie und vom Apfeltag 2017. - Stand insg.: November 2018 - Wir haben die alten Apfelsorten mit unserer Obstsortendatenbank verlinkt, einfach den Sortennamen anklicken. Einfach die Sortennamen anklicken. Die mit * versehenen verträglichen Sorten sind in der Streuobstwiese in Lemgo vorhanden.

Sorte Meldungen von Allergikern  
  verträglich unverträglich  
Adamsapfel * 09 01  
Adams Parmäne 08 00  
Adersleber Kalvill 05 01  
Alantapfel 06 00  
Alkmene 125 10  
Allington Pepping 02 00  
Ananasrenette * 27 03  
Angeliter Borsdorfer 04 00  
Angelner Hochzeitsapfel 01 00  
Antares 01 00  
Antonowka 01 00  
Apfel aus Croncels 06 00  
Arlet 02 01  
Altländer Pfannkuchenapfel * 17 04  
Auralia 01 00  
Balgacher Renette 04 00  
Baumanns Renette 01 01  
Beffertapfel 05 00  
Berleis 07 00  
Berlepsch, Goldrenette Freiherr von * 78 05  
Berner Rosenapfel 07 00  
Biesterfelder Renette * 25 01  
Bittenfelder Sämling 01 00  
Blauacher Wädenswil 01 00  
Bödikers Goldrenette 01 00  
Braddicks Sondergleichen 04 00  
Braeburn 10 73  
Brettacher Sämling 10 00  
Brünnerling 01 00  
Carola 01 00  
Champagnerrenette * 17 03  
Charlamowsky 01 00  
Chesnut 06 00  
Collina 03 00  
Cornish Aromatic 02 00  
Cornwalliser Nelkenapfel 01 00  
Cox Orangen-Renette 20 20  
Crips Pink 01 00  
Cybele 01 00  
Damasonrenette* 06 00  
Danziger Kantapfel * 17 01  
Delbard 01 02  
Doberaner Borsdorfer 01 00  
Doktor Seeligs Orangenpepping 12 00  
Doppelter Prinzenapfel 00 01  
Douce Rouge * 05 00  
Dülmener Rosenapfel* 05 02  
Echter Prinz 03 00  
Egremont Russet 02 00  
Eifeler Rambur * 28 02  
Ellisons Orangenrenette 01 00  
Elstar 19 59  
Englische Spitalrenette 04 00  
Fallstaff 01 00  
Falchs Gulderling 01 00  
Fameuse, Schneeapfel 02 00  
Feuerroter Taubenapfel 02 00  
Fiesta 01 02  
Filippas Apfel 04 01  
Finkenwerder Herbstprinz * 21 03  
Florina 02 00  
Forellenrenette 03 00  
Fürst Bückler 01 00  
Fuji 02 09  
Gala 03 37  
Galloway Pepping 03 00  
Gartenmeister 01 00  
Gascoynes Scharlachroter 01 01  
Geflammter Kardinal 03 00  
Geheimrat Dr. Oldenburg 05 03  
Gelber Bellefleur 02 00  
Gelber Richard 01 01  
George Cave 03 00  
Gestreifter Cousinot 01 00  
Gewürzluiken * 05 01  
Gloster 08 04  
Gniedelstein 01 00  
Golden Delicious 04 158  
Goldgelbe Renette 01 02  
Goldgülderling 01 00  
Goldparmäne * 118 11  
Goldrenette aus Blenheim * 13 00  
Grahams Jubiläumsapfel 00 03  
Granny Smith 00 78  
Grasblümchen 01 00  
Graue Herbstrenette 04 00  
Gravensteiner * 51 12  
Grosiapfel * 05 00  
Großer rheinischer Bohnapfel 01 02  
Grüner Fürstenapfel 01 00  
Harberts Renette 02 00  
Hauxapfel 02 00  
Helios 01 00  
Hildesheimer Goldrenette 03 00  
Holländischer Prinzenapfel 02 00  
Holsteiner Cox * 18 2  
Honey Crisp 01 00  
Horneburger Pfannkuchenapfel* 02 00  
Hoyaische Goldrenette 01 00  
Idared 01 01  
Ingrid Marie 13 10  
Jakob Fischer 03 01  
Jakob Lebel 10 02  
James Grieve 16 07  
Jazz 01 00  
Jessenapfel 03 00  
Johannes Böttner 01 00  
Jonagold 06 68  
Jonathan 06 02  
Josef Musch 03 00  
Kaiser Wilhelm * 33 03  
Kanadarenette* 06 00  
Kantil Sinap 01 00  
Kardinal Bea 08 01  
Kasseler Renette 06 00  
Knebusch 04 01  
Königinapfel - The Queen 01 00  
Königlicher Kurzstiel 02 00  
Kronprinz Rudolf 01 00  
Krügers Dickstiel 05 01  
Landsberger Renette 07 01  
Lanes Prinz Albert 00 01  
Langsüßer 02 00  
Lausitzer Nelkenapfel 01 00  
Leuenapfel 08 00  
Lohrer Rambur 02 00  
Lütticher Ananaskalvill 03 00  
Luna 01 01  
Luxemburger Triumph 06 00  
Mabbots Parmäne 01 00  
Maschansker 01 00  
Madame Lesans Kalvill 10 00  
Martens Gravensteiner 01 00  
Martens Sämling, Juwel von Kirchwerder 01 00  
Martini 09 00  
Martinsapfel 04 00  
McIntosh 01 00  
Melrose 04 01  
Metzrenette 03 00  
Minister von Hammerstein 07 00  
Muoler Rosen 02 00  
Muskatrenette 00 01  
Mutterapfel 05 00  
Nathusius Taubenapfel 02 00  
Nicoter 01 01  
Notarisapfel * 09 00  
Oberländer Himbeerapfel 04 00  
Öhringer Blutstreifling 01 00  
Ontario * 40 02  
Perle von Angeln 02 00  
Peter Heusgen Goldrenette 02 00  
Peter Martens 01 00  
Pingo 01 01  
Pink Lady-Cripps Pink 07 29  
Pilot 09 03  
Pinova 14 05  
Piros 02 00  
Pommerscher Schneeapfel 01 00  
Prima 01 00  
Prinz Albrecht von Preußen * 59 06  
Prinzenapfel 02 00  
Pulinsky 01 00  
Purpurroter Cousinot 03 02  
Reanda 02 02  
Red Prince 00 01  
Relinda 01 01  
Renette aus Orleans 05 00  
Renora 00 01  
Retina 01 01  
Rewena 02 00  
Rheinische Schafsnase 01 00  
Rheinischer Krummstiel 07 00  
Rheinischer Winterrambur 04 00  
Ripston Pepping 11 02  
Rival 01 00  
Rote Sternrenette 09 02  
Roter Bellefleur 02 00  
Roter Berlepsch 11 01  
Roter Bohnapfel 06 00  
Roter Boskoop * 125 09  
Roter Delicious 00 15  
Roter Eiserapfel 03 01  
Roter Gravensteiner 08 02  
Roter Hauptmannsapfel 05 00  
Roter Herbstkalvill 03 00  
Roter Herzapfel 04 00  
Roter Metternich 06 00  
Roter Münsterländer 00 01  
Roter Sommerkalvill 03 01  
Rotfranch 01 00  
Royal Gala 00 01  
Rubinette 43 06  
Rubinstar 01 02  
Ruhm aus Kirchwerder 02 00  
Ruhm aus Vierlanden 01 00  
Säfstaholm 01 00  
Safranpepping 01 00  
Sankt Galler Klosterrapfel 12 00  
Santana 73 06  
Sattlerapfel 08 00  
Sauergrauech 05 00  
Schmidberger Renette 01 00  
Schöner aus Boskoop * 92 12  
Schöner aus Herrnhut 11 02  
Schöner aus Nordhausen 05 01  
Schöner aus Pontoise 01 00  
Schöner aus Wiltshire 00 01  
Schöner vom Lindenhaus 06 00  
Sertürners Renette 06 00  
Seestermüher Zitronenapfel 06 04  
Siebenkant 06 00  
Shampion 02 02  
Signe Tillisch 02 00  
Sissired 01 00  
Sonnenwirtsapfel 06 00  
Stahls Winterprinz 02 00  
Stina Lohmann 03 00  
Süßer Verenacher 06 00  
Tannenkrüger * 10 02  
Tietgenapfel, Uphuser 01 00  
Topaz 20 15  
Trierer Weinapfel 01 00  
Ülzener Rambur 02 01  
Ülzener Rosenapfel 06 00  
Usterapfel 14 00  
Weigelts Zinszahler/Rotfranch 11 00  
Welschisner 03 00  
Weißer Astrachan 01 00  
Weißer Klarapfel * 28 01  
Weißer Sommerkalvill 03 00  
Weißer Sommertaubenapfel 03 00  
Weißer Winterglockenapfel * 46 02  
Weißer Winterkalvill 06 00  
Weißer Wintertaffetapfel 06 00  
Weißer Wintertaubenapfeo 01 00  
Wellant 21 01  
Westfälische Tiefblüte 01 00  
Westfälischer Frühapfel 01 00  
Westfälischer Gülderling 02 00  
Wildmuser 08 00  
Winterprinz 01 00  
Wöbers Rambur * 12 01  
Wohlschmecker aus Vierlanden 02 00  
Zabergäurenette 04 01  
von Zuccalmaglios Renette * 14 00  






Kontaktadressen und Links

Allergiezentrum Charité Berlin
www.allergie-centrum-charite.de


Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)

Ingolstädter Landstraße 1
D-85764 Neuherberg
www.allergieinformationsdienst.de


Alles zur Allergologie
Darstellung von ca. 4000 potentiellen Allergenen
www.alles-zur-allergologie.de


Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)
Fliethstr. 114
41061 Mönchengladbach
Fon (0 21 61) 81 49 4 - 0
www.daab.de


ECARF Institute GmbH
Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin
www.ecarf-institute.org


Grenzüberschreitende Ernährungsforschung

Das Max Rubner-Institut in Karlsruhe beschäftigt sich mit der Frage der Verträglichkeit von alten Apfelsorten für Allergiker und Diabetiker. Diese alten Sorten werden fast ausschließlich nur noch in Streuobstwiesen angebaut. Die aktuellen Erkenntnisse dieser Forschung findet man unter:
www.nutrhi.net


Wichtiger Hinweis für hochgradig sensibilisierte Allergiker

Uns hat zum Projekt ein wichtiger Hinweis von Prof. Dr. med. R. Stadler, Hautklinik am Klinikum Minden erreicht.
Hochgradig sensibilisierte Allergiker sollten nur mit Zustimmung und Betreuung ihres Facharztes entsprechende Tests mit alten Apfelsorten durchführen, da die Eigenexposition zu erheblichen allergischen Symptomen führen bis hin zur Anaphylaxie.