Menschen tragen eine Erdkugel

Wildbienen schützen

In der Bundesrepublik gibt es außer der Honigbiene noch rund 500 Bienenarten. Diese werden auch als Wild­bienen bezeichnet und schließen die bekannteren Hummeln ein. Wildbienen kann man vom Frühjahr bis zum Herbst nahezu überall antreffen, meist werden sie aber mit Honigbienen, Wespen oder Fliegen verwechselt.

 

 Hummel mit Kratzdistel

Kuckuckshummel auf Fetthenne

Copyright: Angela Schwarz Copyright: Willi Hennebrüder Copyright: Willi Hennebrüder

Gewöhnliche Löcherbiene

Kräutergärten bieten auch Hummeln Nahrung

Graue Sandbiene

Hummel und Brombeere

Copyright: Willi Hennebrüder Copyright: Willi Hennebrüder Copyright: Willi Hennebrüder Copyright: Willi Hennebrüder

Dabei soll­ten sie eigentlich bekannter sein, denn ihnen kommt eine hohe Bedeutung im Naturhaushalt zu. Nicht nur die Ho­nig­­bie­ne sorgt nämlich dafür, dass z. B. Obstbäume Früchte und Blumen Samen bilden. Gerade die Wildbienen bestäu­ben auf­grund ihrer großen Arten­fülle, ihrer weiten Verbreitung und ihren vielfältigen Anpassungen zahlreiche Wild- und Kul­tur­pflan­zen. Der Gesetzgeber hat sie wegen dieser unersetzlichen Bestäuberfunktion in ihrer Gesamtheit unter Schutz gestellt.

"Die Wildbienen bedürfen also unserer besonderen Aufmerksamkeit, und ihre Erhaltung liegt in unser aller Interesse. Viele Wildbienenarten sind an ganz bestimmte heimische Pflanzen als Nahrungsquelle, insbesondere als Pollenlieferant, gebunden. Die Flugzeit dieser Bienenarten fällt genau mit der Blütezeit ihrer Nahrungs­pflanzen zusammen. Das heißt, dass bei hohem Speziali­sierungsgrad die Vernichtung der Nahrungspflanze durch Mahd oder "Unkraut"- Vernichtungs­mittel zum totalen Zusammenbruch der davon abhängigen Bienen-Lebensgemeinschaft führt." Paul Westrich in: Wildbienenschutz in Dorf und Stadt"

Ursache der Gefährdung vieler Wildbienenarten ist zudem der Rückgang heimischer Pflanzenarten, aber auch Nist­mög­lich­keiten sind in aufge­räum­tem Gärten und Feldflur kaum noch vorhanden. Ein riesiges Problem ist dabei auch die vorzeitige Mahd an Wegen und Straßen. Es steht kaum noch Nahrung für die Wildbienen zur Verfügung und die Pflanzen können keine Samen mehr ausbilden um die Art zu erhalten.

Bei den Nistmöglichkeiten sind verschiedenste Angebote gefragt. Viele Wildbienenarten nutzen Bohrlöcher in Hartholz und Holzstengeln.

Wildbienenwand - Streuobstwiese BUND Lemgo   

 

Rote Mauerbiene - Foto Thomas Schubert

 

Eiablage der Roten Mauerbiene - Foto Viktor Schröder

 

Informationen zu einem Wildbienenprojekt des BUND Lemgo findet man hier: http://www.bund-lemgo.de/Wildbienenschutz.html

 

Wildbienen - Biologie -Bedrohung - Schutz

Umfangreiche Informationen über Wildbienen bietet eine Broschüre der Landwirtschaftskammer Nordrheinwestfalen - Abteilung Bienenkunde. Auch hier wird einmal mehr darauf verwiesen, dass die Voraussetzung zum Erhalt möglichst vieler Wildbienenarten der Biotopschutz ist. Je vielfältiger die Lebensräume sind um so vielfältiger ist die Artenzahl. Einige Wildbienenarten haben sich dabei spezialisiert und sind von ganz bestimmten Pflanzen abhängig. Wird der Lebensraum z.B. durch Eintrag von Dünger verändert, kommt es zu einer Veränderung der Flora mit entsprechenden Auswirkungen auf die Insektenwelt.

Die 30seitige Broschüre ist auch beim BUND Lemgo erhältlich.

Anforderungen siehe unser Schriftenverzeichnis: Info BUND Lemgo

Lebensraum für Wildbienen schaffen

Es macht wenig Sinn Nisthilfen für Wildbienen anzubringen, wenn nicht im Umfeld auch die notwendigen Pflanzen und der entsprechende Lebensraum vorhanden ist. Der BUND bietet gleich 3 Broschüren zum Thema an. Neben dem Info "Insekten in Gärten" gibt es die Infos "Die Gartenwiese" und das Info "Stauden und Sträucher".

Dazu haben wir beim BUND Lemgo noch ein spezielles Info zum Thema "Pflanzen für Wildbienen" erstellt. Viele Nahrungspflanzen für Wildbienen kann man auch mit einer Dachbegrünung schaffen.

Anforderungen der Infos siehe unser Schriftenverzeichnis: http://www.bund-lemgo.de/infomaterial_-_Mitgliedschaft.html

Wildbienen - Die anderen Bienen

Anhand einzigartiger Fotos führt der Autor in die faszinierende Welt der heimischen Wildbienen, von denen allein in Deutschland mehr als 550 Arten nachgewiesen wurden. 92 Arten sind in diesem Buch abgebildet. Sand- und Seidenbienen, Mauer- und Scherenbienen, Langhorn- und Pelzbienen und nicht zuletzt die Hummeln zeigen eine ausgeprägte und ungemein vielfältige Brutfürsorge.

Weitere Informationen zum Buch siehe http://www.wildbienen.info/ibn/buch_wildbienen_2011.php

 

Informationen zum Wildbienenschutz beim BUND Lemgo finden Sie auch unter: Wildbienenschutz

Weitere Links zum Thema Wildbienen

::: Wildbienen
:;: Wildbienen Umweltbildung
::: Wildbienen Info
::: Wildbienen Kataster.de
::: Bombus
::: Aktion Hummelschutz
::: Aktion Wespenschutz

::: http://www.aid.de/landwirtschaft/artenschutz_wildbienen.php