Menschen tragen eine Erdkugel

Schleiereulen

Schleiereulen (Tyto alba) haben ein markantes Aussehen. Sie sind von allen anderen Eulen durch ihre herzförmige, weiße Zeichnung im Gesicht, dem so genannten Gesichtsschleier, zu unterscheiden. Sie haben keine Federohren wie die anderen Eulenarten. Sie sind vorrangig nachtaktiv, aber auch schon in der Dämmerung zu beobachten. Am Tage halten sie sich an ihren Ruheplätzen und am Brutplatz auf. Schleiereulen erreichen eine Größe von etwa 35 cm.

Schleiereulen kommen in Europa, Asien, Nordamerika, Afrika und Australien vor. Sie können 15 - 20 Jahre alt werden. Schleiereulen sind ziemlich ortstreu und verharren auch in strengen Wintern mit hoher Schneedecke sehr lange in ihren angestammten Gebieten.

Umfangreiche Informationen zur Schleiereule findet man auch unter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schleiereule

Lebensraum und Ernährung

Als so genannte "Kulturfolger" halten sie sich in menschlichen Siedlungen auf und besiedeln dort Scheunen, Türme und Gebäudedächer im Bereich der Ortsränder im Übergang zu landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Kombination von geeigneten Brutplätzen und günstigem Jagdgebiet ist für die Auswahl eines passenden Lebensraums ausschlaggebend. Offenes Gelände mit Wiesen und Obstwiesen bieten ihnen genügend Nahrung. Schleiereule erbeuten hauptsächlich Kleinsäuger wie Feld- und Spitzmäuse, seltener Vögel und vereinzelt Amphibien, Reptilien und Großinsekten. Unverdauliche Nahrungsbestandteile (Knochen, Haare) werden in Form von so genannten Gewöllen ausgewürgt.

Eine Wohngemeinschaft

Das Foto ist wohl eine absolute Rarität. Hier gibt es eine Wohngemeinschaft aus Schleiereulen und Turmfalken. An dieser Stelle Dank an Herwig Winter vom BUND Hessen, der uns das Foto zur Verfügung gestellt hat.

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Die Schleiereule ist in hohem Maße von den Bewirtschaftungsformen in der Agrarlandschaft abhängig. Der Chemieeinsatz gegen Nagetiere und die zunehmende Umwandlung von Wiesenland in Ackerland gefährdet das Nahrungsangebot. Hinzu kommt die Verringerung der Brutplätze durch Abbruch oder Verschließung von Einfluglöchern im Zuge von Sanierungsmaßnahmen.

Um den weiteren Rückgang aufzuhalten ist der Erhalt der Lebensräume und die Schaffung von künstlichen Nistplätzen von besonderer Bedeutung. Wir suchen im Raum Lemgo und Nachbarkommunen an geeigneteten Standorten Besitzer von Gebäuden, die bereit sind dort Schleiereulenkästen anzubringen. Bitte per Email bei uns melden.

Verletzte Tiere - Jungvögel

Es passiert immer wieder, dass Schleiereulen bei ihren nächtlichen Flügen und Jagd gegen Zäune, Drähten von Strommasten etc. fliegen und sich Verletzungen zuziehen. Auch Jungvögel können frühzeitig aus dem Nest fallen.

Hier ist provessionelle Hilfe gefordert. Die Adlerwarte in Berlebeck pflegt seit Jahren erfolgreich Tiere gesund und entlässt sie wieder in die Freiheit. Bitte verletzte Vögel dort hinbringen.

Kontakt Internet (Logo anklicken)

 

Karte - Anfahrt

Nistkästen für Schleiereulen

Nistkästen können im Bereich geeigneter Lebensräume an einer Außenwand oder in Gebäuden, z.B. in einer Scheune, einer ehemaligen Trafostation oder einem Dachboden angebracht werden. Der Kasten sollte son konstruiert werden, dass er für die Kontrolle und Reinigung leicht zu öffnen ist. Holzspäne und/oder Häckselmaterial sollten eingestreut werden.

Schleiereulenkastenn - innen -

Einflugloch - ausgediente Trafostation

 

Angebot zu Schleiereulennistkästen

Wir haben mit der Firma Naturschutzprodukte Freund sehr günstige Konditionen für die Bestellung von Schleiereulenkästen vereinbart. Bestellformular.pdf

Interessenten aus dem Raum Lemgo können die Nistkästen auch beim BUND Lemgo direkt möglich. Anfrage über Email

Für Sammelbestellungen von BUND-Gruppen gibt es Sondertarife. Anfrage an BUND Lemgo richten.

Weiter Informationen gibt es hier:

::: http://www.bund.net/themen_und_projekte/aktion_stadtnatur/stadttiere/voegel/schleiereule/

::: Kurzfilm zur Schleiereule https://www.youtube.com/watch?v=pyFZSZ_Dfjs