BUND - Nistkasten für Höhlenbrüter
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Jahrelange Beobachtungen und Erfahrungen haben gezeigt, dass die herkömmliche Form der Nistkästen Probleme mit sich bringt. Ein langgebauter Nistkasten bietet Schutz vor natürlichen Feinden. Nesträuber, wie z.B. Eichhörnchen oder Marder erreichen die Eier nicht. Beim langgebauten Nistkasten können sich die Jungvögel in die hintere Ecke des Kastens zurückziehen. Dies schützt sie vor Katzen und Elstern. Bei längeren Regenperioden wird von den Vogeleltern viel Feuchtigkeit in die Bruthöhle eingetragen. Beim Nistkasten mit einem langen Brutraum wird zwar auch der ganze Kasten mit Nistmaterial ausgestattet, die eigentliche Nestkuhle legen die Vögel aber im hinteren Bereich an (siehe Foto rechts). Somit haben die Vogeleltern im vorderen Bereich des Nestes genügend Platz. Nach dem Einfliegen werden die Jungvögel vom vorderen Nestbereich aus gefüttert. Hier tropft das Regenwasser ab. Jungvögel und Nesthöhle bleiben länger trocken. So wird die Sterbequote bei Jungvögeln wesentlich vermindert. Ist die Zahl der Jungvögel groß, haben sie im BUND-Nistkasten genügend Platz und werden nicht so schnell totgetrampelt. Außerdem ist im großen Kasten genügend Platz für erste Übungen mit den Flügeln. Sind die Flügel stark genug, landen sie beim ersten Ausflug nicht gleich auf dem Boden. Katzen haben ein Gespühr dafür, wann die Jungvögel ausfliegen und lauern dann meist vor dem Nistkasten. Hat man selbst Katzen, sollte man sie am Ausflugtag einfach ein paar Stunden im Haus lassen. Der Nistkasten wurde aus massivem Fichtenholz mit einer Holzstärke von 1,5 cm bis 2 cm hergestellt. Dies trägt wie bei einer natürlichen Baumhöhle dazu bei, dass das Binnenklima im Nistkasten nur gering schwankt und damit in der Brut- und Fütterungszeit optimale Bedingungen gegeben sind. Den Nistkasten ab einer Höhe von 1,50 m mit dem Flugloch in Richtung Ost Südost aufhängen. Mögliche Ursachen, warum ein Nistkasten nicht angenommen wird, finden Sie hier: http://www.bund-lemgo.de/nistkasten.html Das Foto rechts wurde im Herbst 2007 gemacht. Die Blaumeiseneltern haben das Nest offensichtlich aufgegeben. Ob sie natürlichen Feinden zum Opfer gefallen sind oder ob es eine andere Ursache war, ist leider nicht bekannt. Das Foto zeigt aber genau, wie sich die Vögel beim Nistkastenbau verhalten. Der ganze Kasten wird mit Nistmaterial ausgefüllt und die eigentliche Nisthöhle entsteht am Ende des Kastens. Im Normalfall ist dann für die 9 jungen Blaumeisen im Nistkasten genügend Platz. Der Boden des BUND-Lemgo Nistkasten wurde etwas höher eingebaut (Foto rechts). So entsteht eine Tropfnase. Dadurch kann das Regenwasser besser abtropfen und weniger Feuchtigkeit zieht in die Bodenplatte. Dies schützt die Jungvögel und verlängert die Lebensdauer des Nistkastens. Die Löcher im Boden sorgen zudem dafür, dass eingebrachte Feuchtigkeit besser nach unten entweichen kann. Der Sperriegel ermöglicht eine leichte Öffnung zur Kontrolle und Reinigung des Nistkastens. Das Einflugloch sollte von Außen und Innen mit einer Feile abgerundet werden (Foto rechts). Sonst kommt es durch die scharfen Kanten beim Ein- und Ausfliegen zu Verletzungen der Federn. Das oftmals beobachtete ständige Picken an einer Einflugöffnung hat also meist nichts mit der Größe des Einfluglochs zu tun, sondern stellt den Versuch dar, die scharfen Kanten abzurunden. Ansitzstangen sind ggfs. zu entfernen, da sie eher eine Hilfe für Feinde wie Katzen oder Marder sind. Die Außenbehandlung des Nistkastens erfolgt mit Leinöl oder umweltfreundlicher Farbe. Soll der Nistkasten dann an einem Baum angebracht werden, unbedingt Alunägel (im Fachhandel bzw. Fachversand erhältlich) verwenden, die den Baum nicht schädigen und falls sie einmal vergessen werden, auch keine Probleme für Baumsägen bereiten. Wenn Sie alternativ den Nistkasten an einem Baumast aufhängen möchten, bringen Sie einfach 2 Gurte an. Wir verwenden für die Anbringung zum Teil ausgediente Sicherheitsgurte, die somit nicht in der Müllverbrennung landen. Dies ist eine sinnvolle Wiederverwertung, zumal man die Gurte meist kostenfrei erhält. Die vom BUND Lemgo konzipierten Nistkästen können auch ausgeliefert werden. Versandkosten erfragen. Geliefert werden 3 Ausführungen. Mit 28 mm (Blaumeisen) oder 32 mm (Kohlmeisen und Sperlinge) Einflugloch und eine Halbhöhle für Fliegenschnäpper und Hausrotschwanz. Alternativ ist Abholung nach Terminvereinbarung möglich.
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Dieser Nistkasten wurde vom BUND-Lemgo konzipiert. Er hat einen besonders großen Brutraum.
Das Einflugloch muss abgerundet sein |




