Veredeln von Obstbäumen
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Obstbäume können im Normalfall nicht durch Kerne vermehrt werden. Ausnahme sind bestimmte Steinobstsorten, wie z.B. die Pfirsichsorte Kernechte vom Vorgebirge. Neue Obstsorten entstehen generativ aus Zufallssämlingen und aus Züchtungen. Eine weitere Form der Entstehung ist die Mutation einzelner Knospen, aus denen Nachkommen mit neuen Eigenschaften gewonnen werden können. Diese Kenntnisse haben eine lange Tradition. Wann und wo die Veredelungstechnik begründet wurde, ist leider nicht bekannt. Die Phönizier sollen bereits um 1.000 vor Christus in ihren Gärten Obstbäume veredelt haben. Diese Kenntnisse wurden später durch die Römer weiter verbreitet. Sie hatten Baumschulen und auch die Mönche des Benedektiner- und Karthäuserordens besaßen Anfang des zweiten Jahrtausends unserer Zeitrechnung weit und breit gerühmte, ganz vorzüglich eingerichtete Baumschulen, die selbstverständlich Veredelungen vornahmen und zur Verbreitung der Obstsorten beitrugen. Klöster, aber auch die Fürstenhäuser sorgten dann dafür, dass die Kenntnisse zur Veredelung von möglichst vielen Menschen erlernt und angewandt wurden. An dieser Stelle sei Bruno Bolli aus Lemgo gedankt, der uns die Originaltafeln zur Verfügung gestellt hat. |
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